Die E3 ist eigentlich ein jährlicher Pflichttermin für die Spielebranche. Alles, was in der Industrie Rang und Namen hat, ist im Juni in Los Angeles vertreten. Für dieses Jahr häufen sich aber komischerweise die Absagen: Electronic Arts, Activision, Disney und Wargaming sind 2016 nicht dabei. Ist das nur ein harmloser Zufall oder die ersten handfesten Anzeichen einer Krise für die Messe?

Um das zu diskutieren, hat sich Daniel Petra Fröhlich von Gameswirtschaft.de und Eugen Knippel von Ubisoft Austria eingeladen. Was bedeuten die Absagen für die E3 2016, was war die E3-Krise von 2006 und 2007 und wie sieht die Zukunft der Messe aus?

Die im Cast angesprochen Folgen sind IM1049 (“Sind Spielemessen noch zeitgemäß?”) und IM1212 (“Was macht eigentlich Marketing?”).

“50 Millionen Dollar fürs Marketing?! Die sollten das Geld mal lieber in die Entwicklung stecken!”, “Mal wieder ein Game, das von der Marketig-Abteilung kaputt gemacht wurde!” oder “Wenn die Publisher einfach mal wieder gute Spiele entwicklen würden, anstatt die ganze Kohle in Marketing-Blödsinn zu blasen, hätten sie auch keine Probleme!”. Die Liste mit solchen und ähnlichen Kommentaren ließe sich mit Sicherheit beliebig fortsetzen. Viele Spielkäufer haben wenig Verständnis für die Marketing-Abteilungen von Publishern, insbesonders dann nicht, wenn wieder exorbitant hohe Ausgaben für diesen Bilanzposten durch die Presse geistern.

Bei allem Gemoser, so macht es denn Anschein, haben die meisten aber wenig Ahnung, was Marketing-Mitarbeiter eigentlich wirklich machen. Ist die Geschichte des Games-Marketings daher eine Geschichte voller Missverständnisse?

Um einen Einblick in das Thema zu geben, hat sich Daniel zwei fachkundige Gäste eingeladen: Eugen Knippel von Ubisoft Österreich und Jens Abel von Electronic Arts Deutschland. Beide sind ausgewiesene Marketing-Spezialexperten und sprechen im Cast über ihren Beruf und wie sie mit dem schlechten Ruf ihres Berufsbildes umgehen.