Wie sicher ist die gamescom 2016? Ist nach den Anschlägen und Amokläufen in den letzten Wochen und Monaten auch die Reise nach Köln zur weltgrößten Spielemesse von einem Gefühl der Unsicherheit begleitet? Oder ist die Sorge komplett unbegründet?

Darüber sprechen wir in der heutigen Folge „Le Brunch“ mit Petra Fröhlich vom Online-Magazin Gameswirtschaft.de, die darüber einen ausführlichen Report geschrieben hat.

Die E3 ist eigentlich ein jährlicher Pflichttermin für die Spielebranche. Alles, was in der Industrie Rang und Namen hat, ist im Juni in Los Angeles vertreten. Für dieses Jahr häufen sich aber komischerweise die Absagen: Electronic Arts, Activision, Disney und Wargaming sind 2016 nicht dabei. Ist das nur ein harmloser Zufall oder die ersten handfesten Anzeichen einer Krise für die Messe?

Um das zu diskutieren, hat sich Daniel Petra Fröhlich von Gameswirtschaft.de und Eugen Knippel von Ubisoft Austria eingeladen. Was bedeuten die Absagen für die E3 2016, was war die E3-Krise von 2006 und 2007 und wie sieht die Zukunft der Messe aus?

Die im Cast angesprochen Folgen sind IM1049 („Sind Spielemessen noch zeitgemäß?“) und IM1212 („Was macht eigentlich Marketing?“).

Auf der gamescom werden jährlich auch die gamescom-Awards verliehen, mit denen die besten Spiele der Messe ausgezeichnet werden. Dieses Jahr sorgte der Preis für einige Diskussionen. Unravel wurde in der Kategorie „Bestes Strategiespiel“ prämiert. Die Auszeichung „Bestes Indie-Game“ für Cuphead hingegen tauchte für Außenstehende auf der Preisverleihung aus heiterem Himmel auf einmal auf, da dieses Kategorie im Vorfeld gar nicht angekündigt wurde.

Daniel hat sich daher zwei erfahrene Jurymitglieder des gamescom-Awards zum Brunch eingeladen, um mal einen Einblick in die Abläufe des Preises zu bekommen: Petra Fröhlich, ehemalige PC-Games-Chefredakteurin, und Tino Hahn, Senior Content Strategist bei Ströer Media Brands (u.a. GIGA.de).
Wie kommen die Nominierungen überhaupt zustande, welche Aufgaben und Pflichten hat man als Jurymitglied und welche Wichtigkeit messen die Publisher dem gamescom-Award bei? Darüber sprechen Petra, Tino und Daniel im Podcast:

imkaffee

Neue Wertung für Alien: Isolation“ verkündete GameStar.de am 17. Oktober – gute 14 Tage, nachdem der Test zum Release von Alien: Isolation (bei Insert Moin jüngst in Folge 1130 besprochen) online gegangen war. In dem kurzen Leitartikel erklärt Online-Chefredakteur Markus Schwerdtel (@Kargbier):

„Nach vielen zusätzlichen Spielstunden und langen Diskussionen in der Redaktion ist klar: Ja, wir haben einen Fehler gemacht und Alien: Isolation zu niedrig bewertet – dafür bitten wir um Entschuldigung. Es gilt der jetzt aktualisierte Test mit der höheren Wertung.“

Folglich wurde die ursprüngliche Wertung von 73 Punkten auf 80 nach oben korrigiert. Kein Präzedenzfall, aber doch durchaus ein extrem außergewöhnlicher Vorgang in der Geschichte des deutschen Spielejournalismus. War Aktualität in diesem Fall wichtiger als Gründlichkeit beim Test und welchem dieser beiden Pole wird bei Spielmagazinen mehr Relevanz zugesprochen?

Um über dieses Tester-Dilemma zu sprechen, hat sich Daniel zum Brunch Markus Schwerdtel und Petra Fröhlich (@Odufroehliche), Chefredakteurin der PC Games, eingeladen. Letzteres Magazin hat übrigens mit 69 Punkten Alien: Isolation eine noch niedrigere Wertung geben und ist auch dabei geblieben.