Dein Einfluss von Fans einer Spieleserie darf nicht unterschätzt werden. Mögen sie das, was du tust, loben sie dich in den Himmel und verhelfen deinen Werk zu großer Bekanntheit. Aber wehe, du machst etwas, was ihnen missfällt! Dann schlagen sie dich zu Boden und spucken auf dich, als hättest du ein schweres Verbrechen begangen.

Obwohl das talentierte Team von Ninja Theory mit Heavenly Sword und Enslaved zwei beeindruckende Brawler produziert hat, konnten sie nicht den finanziellen Erfolg feiern, den sie eigentlich verdient hätten. Bei der Neuinterpretation von Devil May Cry sah es dann endlich so aus, als wäre ein Kassenhit in Reichweite – doch der Release wurde überschattet von Fans, die den neuen Dante gehasst haben. Neue Frisur, neuer Charakter, neue Attitüde: Unfassbar! Wie konnte Ninja Theory bloß so dreist sein? Trotz guter Pressekritiken ging das Spiel folglich unter.

Mit dem Remaster DmC – Definitive Edition bekommt das Werk auf den neuen Konsolen aber wieder eine Chance! Micha hat sich den guten Daniel Flege von Xbox Dynasty eingeladen. Gemeinsam erläutern sie, warum das Actionspiel auch in der Neuauflage eine unbedingte Empfehlung ist.

  • Andre

    Okay, nach der Recht entgleisten Twitter Diskussion noch einmal hier
    (hoffentlich verständlicherer) Round Up meinerseits (wichtig: Das ganze
    ist gelöst vom Podcast zu betrachten, da Manu meinte, es wäre cooler die
    Diskussion in die Kommentare zu outsourcen).

    Mein Problem mit DmC ist, denke ich, vorrangig das Medienecho, bezogen auf die Fans der
    alten Devil May Cry Reihe. Ich kann mich noch erinnern, wie viele
    Journalisten und, in dessen Folge, auch viele Fans des Reboots sich über
    die Fans der alten Spiele ‚lustig gemacht‘ haben. Viele Seiten ließen
    verlautbaren, dass der DmC Dante objektiv besser wäre, dass das Reboot
    lange nötig gewesen wäre und in vielen Punkten die original Reihe
    ausstechen würde.

    Die Fanbase der alten Teile wiederum wurde lediglich auf ‚mimimi, Dante hat ja keine weißen Haare
    mehr!11!einself!1‘ reduziert. Im Vorfeld des Spieles war das auch noch
    ein viabler Kritikpunkt an der Fanbase. Ich persönlich hatte nichts
    gegen den neuen Dante. Er sah recht cool aus, mit dieser gewissen
    ‚Punk-Rock, fuck you! Einstellung‘. Selbst das Rauchen fand ich noch
    passend (das finale Design Dantes gefiel mir wiederum nicht mehr, um
    ehrlich zu sein).

    Nach dem Release jedoch wurden der Fanbase
    weiterhin die weißen Haare als Strohmann-Argument in den Mund gelegt.
    Jegliche andere Kritik (zT. schwächeres Gameplay, nicht wirklich gutes
    Writing der Story, flache, wie auch unsympathische Charaktere) oft
    abgeschmettert und DmC Dante wurde oft als führend dargestellt. Das
    bitter benötigte Reboot, damit die Reihe endlich nicht mehr mies ist.

    Wenn ich mich richtig erinnere, war Ninja Theory in diesen Belangen auch
    nicht unschuldig, und feuerten kontinuierlich in Richtug Fanbase mit der
    eben schon erwähnten Begründung, dass das Remake nötig wäre und man
    einen neuen Dante ‚bräuchte‘. Und das weiße Haare doof wären (nicht zu
    vergessen der ’not in a million years! – Joke, als Dante den Wischmopp
    auf den Kopf bekommt… welches grad‘ durch die definitive Edition und
    die neuen Skins noch obskurer wirkt).

    Das Problem ist halt… Es ist ja verständlich mit einem Reboot die Marktreicheweite zu erweitere
    um neue Zielgruppen zu erschließen… Aber gleichzeitig stellt dieses
    Reboot auch eine gewisse Art der Hexenjagd dar: Man war konstant, wie
    auch vehement dabei sich von der alten Fanbase zu entfremden (alienation
    wäre hier wohl der bessere Begriff). Das gleicht dann eher einem
    beleidigendem Verhalten gegenüber der alten Teilen und ihrer Schöpfer,
    wie auch Fans. Und so sollten Reboots nicht funktionieren, denke ich.
    Die ZIelgruppe soll erweitert werden, nicht einfach gewechselt werden.
    Das ist auch ein Punkt, warum das Reboot finanziell vielleicht
    untergegangen ist: Es bestand weniger Kaufkraft seitens der ehemaligen
    Fans. Man hat sich wohl hier eine größere, neue Zielgruppe erhofft. Aber
    dieser letzte Punkt ist einfach nur eiee Spekulation.

    Ich selbst habe DmC zu Release auch gekauft und fand es recht gut. Auch wenn das
    nach genauerer Betrachtung kippte und ich das Spiel in gewissen Punkte
    immer weniger mochte, weswegen es für mich am Ende nur okay war. Jedoch
    will ich jetzt nicht selbst noch einmal das Spiel nicht kritisieren,
    denn das sollte nicht mein Argumentationspunkt sein (denn es hat auch
    gute Seiten).

    Eher will ich darauf hinaus, dass, in meinen Augen, das Reboot hier das Original nicht ausstechen sollte. Zugegeben, um
    ehrlich zu sein hinterfrage ich auch die Nötigkeit dieses Reboots. Das
    DMC4 Probleme hatte ist nicht von der Hand zu weisen… Aber in Folge
    dessen (?) gleich die ganze Reihe fallen zu lassen ist auch eine
    Handlung, die anzuzweifeln ist.

    Naja, in der Hinsicht ist Capcom wenigstens fair und gibt uns nicht nur die Definitive Edition von DmC,
    sondern ein paar Monate später auch die Devil May Cry 4 Special Edition,
    bei welcher ich zumindest definitiv zuschlagen werden, auch wenn sie
    vermutich die Kritikpunkte des vierten Teils (verwirrende Story, noch
    verwirrenderes Lore, sowie das miese backtracking-zentrierte
    Leveldesign) nicht beheben wird.

    • Andre

      Holy shit, kann das Comment System bitte NICHT meine Formatierung zerschießen?

      • LaLiLuLeLo

        …. Oh ja, habe Extra alles hübsch in Word getippt.

        Ps: Devil May Cry 5 als Auftrag arbeit für Platinium Games wäre doch der Shit.

    • LaLiLuLeLo

      Danke das du mir arbeit erspart hast, ich war beim Podcast hören direkt auf 180 als ich wieder mal die Haar Geschichte hören musste.
      DmC hat die Charaktere sowohl äußerlich als auch Inhaltlich vergewaltigt und weggeworfen.
      Das Kampfsystem mit seiner aufgezwungenen Blaue/Rote Waffe Kombination einfach grauenhaft, selbst die Geschichte ist nur ein Mix aus Devil May Cry 1&3 mit ein bisschen Pseudo Konsum kritik und lächerlichen änderungen wie die Nephelim Geschichte, was für mich mal wieder ein beispiel von Verwestlichung einer Japanischen Marke war.
      Nein es reicht nicht das Dantes Mutter NUR ein Mensch war, es muss direkt wieder Engel x Teufel sein damit das Biblische Gleichnis passt.

      Letzendlich hatte aber auch ich als Die Hard Devil May Cry fan Spaß mit DmC.
      Ich mochte die Musik von Combichrist sehr, Noisa finde ich hingegen zum Kotzen, was aus meiner Abneigung gegenüber Dubstep liegt.
      Ebenfalls sehr gut gefallen hat mir der Artstyle und das Leveldesign, aber das wars dann leider auch schon.
      Unterm stich bleibt zusagen das DmC ein gelungenes Spiel ist aber ein furchtbares FUCK YOU !!! An sehr viele Devil May Cry fans.

      https://www.youtube.com/watch?v=JSEBAukcHaU

      THIS IS DANTE, Son of Sparda !!!

      • acd

        Kleiner Nachtrag zur Musik: Noisia würde ich, als eine Person die schon relativ lange Dubstep hört, nicht in diesen Topf werfen. Noisia ist ein Produzenten aus dem weiteren Spektrum der elektronischen Musik, der sich immer relativ stark an Trends anpasst. Noisia produzierte Anfangs viel Drum and Bass und erst als das Skrillex Album „Scary Monsters and Nice Sprites“ in die Charts kam, hat er angefangen sich mit dieser Art von Musik zu beschäftigen.

        Dazu gibt eine starke Diskrepanz zwischen dem Dubstep der seit ungefähr 2006 entstanden ist und dem was Skrillex und ein paar andere 2010 aus dem Wort gemacht haben. Der ursprüngliche Klang ist eher gemütlich und dem Dub, 2Step, Jungle entlehnt, daher auch DubStep. Der neuere „kreischende Dubstep seit Skrillex“ (wo ich auch Noisia verorten würde) ist zwar rein technisch auch Dubstep (140bpm) hat aber mit der Rest des Genres wenig zu tun.

        Und zum reinhören ein „Klassiker“:
        https://www.youtube.com/watch?v=1ZoP934-8ro

  • MadManniMan

    Richtig, Combichrist – nichtmal im Ansatz Metal :D

  • rammmses

    Wieso schreibt ihr überall „Definite Edition“, es heißt „Definitive Edition“…

  • Pingback: Die letzten und nächsten 24h, Mittwoch, 25.03.2015 | die Hörsuppe()

  • Das is schon ein Kreuz mit Ninja Theory. Bei jedem ihrer Triple-AAA-Spiele hab ich die ersten Monate nach Release so ´n bisschen die Verkaufszahlen beobachtet und immer die Daumen gedrückt, dass sich da noch was tut, aber dann immer die finanzielle Flaute.

    Besonders schade, weil man bei deren Spielen immer merkt, dass die mehr mit den Welten vorhaben und mit jedem neuen Titel ´ne Serie planen, die dann aus wirtschaftlichen Gründen mit Teil 1 durch is.
    Enslaved sollte ja auch ein ganzes Spiele-Universum begründen, hieß es anfangs.

  • Dominic

    Was auch immer ein Running Gag ist das im Cast gesagt wird das eine Info in den Blog post kommt eil sie gerade nicht zur Hand ist und dann heimlich weg fällt.

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