Im vergangenen Oktober veröffentlichte der polnische Publisher City Interactive Lords of the Fallen vom Frankfurter Entwicklers Deck13. Das Action-Rollenspiel kann bei der Presse ordentliche Wertungen einfahren und durchbricht auch die Marke von einer Millionen verkauften Exemplaren. Der Titel war also kein Sensationsüberflieger, aber ein durchaus solides Produkt. Nach den Gesetzen der Branche dürfte also bald ein Nachfolger ins Haus stehen. Denkste! Ein knappes halbes Jahr später kündigte CI Games in seinem Bilanzbericht an, dass man die Zusammarbeit mit Deck 13 beendet habe. Die Begründung ist “mangelhafte Performance” des Spiels und somit auch des dahinternstehenden Entwicklers. Ein geplantes Lords of the Fallen 2 lassen die Polen nun woanders entwickeln.

Daniel hat sich Jan Klose, den Creative Director von Deck 13, eingeladen, um mit ihm über die Geschichte zu sprechen. War das Spiel eine Auftragsarbeit oder kam die Idee dazu von Deck 13? Welchen Einfluss haben Publisher während einer Entwicklung und welche Bedingungen stellen sie? Wie denkt man im Studio über ein mögliches Lords of the Fallen 2 und was bedeutet die Aufkündigung des Vertrages jetzt für die Zukunft des deutschen Studios? Darüber spricht Jan im Podacst.

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  • thegreenbambi

    Fand ich ein interessantes Interview
    *Gnadenkommentar*

    • deck

      War leider geil!

  • LaLiLuLeLo

    Deck 13 sollte sich mal mit Pirahna Bytes zusammentun, die Charaktere und die Welt von Gothic mit einem Souls Like Kampfsystem aus deutschem Hause, aber dazu müsste Pirahnha Bytes erst mal wieder beweisen das sie das noch können, Risen ist schließlich der letzte Dreck und mit Risen 3 haben sie auch die letzten Die Hard fans vergrault…

    Ps: Ich fand Lords of the Fallen echt nicht gut, es wollte so sehr Souls sein und war dann doch nur 0815 Fantasy Brei ala Warcraft, und das können sie noch so oft schönreden.^^

  • Christian

    Super Interview! Ich steh immer drauf, wenn PR Labberrababer kommt bezüglich der Ähnlichkeit von Dark Souls:D Es ist einfach sehr sehr offensichtlich, dass man da ein Stück vom Kuchen abhaben wollte. Kann man so halt einfach nur nicht sagen, weil man sonst einen aufn Deckel bekommt.

    Aber wie auch im Podcast gesagt wurde: ich finde es überhaupt nicht schlimm, wenn sowas ab und an passiert!

  • Tim

    Das Interview hat mir gut gefallen! Noch mehr würde mir gefallen, wenn man Mäuschen spielen könnte. Ganz genau wissen was sich der Publisher dabei gedacht hat. :)

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  • Michael Ferstl

    Definitiv gibt es den Heimvorteil, sobald ein Spiel aus Österreich (oder auch Deutschland) kommt, bin ich eher gewillt Geld dafür auszugeben – wusste gar nicht das Lords of the fallen in Deutschland produziert wurde

  • iUserProfile

    Sehr intressant. Ich habe eine Zeit lang überlegt LotF auf Steam zu kaufen, war aber abgeschreckt durch zahlreiche schlechte Reviews die von Bugs berichtet haben die den Spielspass vermiesen. Da hatte ich beschlossen abzuwarten bis die Fehler ausgemerzt sind. Ich spiele immernoch mit dem Gedanken das Spiel zu kaufen, würde jetzt natürlich aber gerne wissen ob ich damit dem Entwickler noch was gutes tue (ausser der Freude daran das ich deren Produkt haben möchte) oder ob ich damit dem arschigen Publisher nur Geld hinterher schleudere und damit ein falsches Signal an die Industrie sende.
    Ich hatte insgesamt von den meisten Reviews einen positiven Eindruck was das Gameplay anging und bin als Souls-Fan gerne geneigt auch LotF zu spielen – es muss dabei für mich nicht genau so sein (so schwer, so kryptisch, so abstrus).
    Vielleicht versucht sich Deck 13 ja weiter in der Richtung mit einem anderen neuen Franchise. Mit der Erfahrung von LotF könnten sie sicher noch etwas mehr frische Ideen in das Souls-Like Genre bringen.

  • Matthias

    Ich habe mir Lords of the Fallen tatsächlich aufgrund des Heimbonus gekauft. Leider bin ich noch nicht so recht an das Spiel rangekommen. Die Framerate-Einbrüche und das einmalig freche Remote Play Layout des Controllers haben mir den Spaß bisher verdorben. Die Primärattacken liegen z.B. auf dem Frontdisplay der Vita – unmöglich zu spielen und bisher zum Glück einmalig in der PS4-Library.

    Wenn ich einen Spielkauf bereue, dann ist es leider Lords of the Fallen. Ich will es mögen.

  • Benny

    Ich mochte Lords of the Fallen. Trotz der schwachen Geschichte und der langweiligen Welt. Zwar haben sie versucht, die tolle Level-Struktur eines Dark Souls im Ansatz aufzugreifen, allerdings sind die Abkürzungen und Verstecke zu selten. Dazu kommt, dass sich die Spielwelt sehr klein anfühlt und deswegen niemals das “Wow, jetzt komme ich hier wieder raus?!”-Gefühl einstellen konnte.

    Toll war das eher träge Kampfsystem. Während Dark Souls noch verschiedene Kampfstile spielbar machte und Bloodborne sich jetzt einzig auf den schnellen Geschicklichkeits-Kampfstil einschießt, hat Lords of the Fallen noch mehr Wert auf lahme Tanks gelegt. Spielerisch hat mir das gefallen und mit einigen neuen Ideen (Angriffe aufladen, Sturmangriffe etc.) haben sie das Souls-Kampfsystem toll erweitert. Ich war ~20 Stunden richtig gut unterhalten.

    Die Originalversion hat bei mir bis auf 2 Abstürze nie Probleme gemacht. Dafür konnte ich den Endboss des wirklich schwachen – wirklich, wirklich schwachen – Kauf-DLCs erst nach 20 Versuchen legen, als das Spiel mal nicht abstürzte. Seit diesem einen Mal ist es mir nie wieder gelungen. Mit dem DLC haben sie so ziemlich alle Kritik, die es an der Originalversion gab, als kaufbare Erweiterung herausgebracht. Kaum Inhalt, schwache Geschichte, nur ein Boss mit immer gleichen Phasen und dafür viel zu vielen Lebenspunkten und dazu einer maximalen Spielzeit von gerade einmal 60 Minuten – ohne Wiederspielwert.

    Lords of the Fallen hätte das deutsche Dark Souls werden können. So war es nur nett. Schade, dass man vielleicht keinen zweiten Teil mehr sehen wird, der die Schwächen des ersten ausmerzt.

  • notalda

    Ich will definitv noch erwähnen, dass ich im Rahmen einer Reportage von der Schule aus in Frankfurt bei Deck 13 zu Besuch war und da auch ein Interview mit Jan Klose geführt habe. Und in diesem Rahmen hat er uns klipp und klar erzählt, dass es nicht nur Boni gibt anhand der Metacritic-Wertung, sondern auch ganz klare Abzüge für jedes Prozent unter einer bestimmten Grenze. Durfte das ganze Team kennenlernen und finde es schade, dass Deck 13 hier nach einem soliden Spiel so behandelt wird.

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