Haben wir uns nicht alle schon immer gefragt, wer in einem Kampf Samurai vs. Ritter vs. Wikinger gewinnen würden? Ubisofts neues Spiel For Honor will diese Frage beantworten und schickt Schwert- und Schildträger (und -Trägerinnen) der drei erwähnten Kriegerklassen in einen nie enden wollenden Krieg. Zusammen mit Dom ‚Wickie‘ Schott von GamePro.de bespricht Manu ‚Bushido‘ Fritsch, ob der Multiplayer-Titel mit einer großen Anlehnung an Fighting-Games in Kampfsystem und Spielvarianz überzeugen kann und sich auch für Singleplayer ohne Online-Ambitionen lohnt.

  • Lukas Benedix

    Mich wundert, dass ihr nichts zu „Chivalry – Medieval Warfare“ gesagt habt… daran musste ich am meisten denken, als For Honor angekündigt wurde.

  • iUserProfile

    Also ich hatte zu Beta-Zeiten auch erst Probleme mit der Ehrlosigkeit unter den Kämpfern, aber nachdem ich darüber nachgedacht habe das die Spielmodi eben einfach so gedacht sind und auch so gespielt werden sollen konnte ich die auch viel mehr genießen. Ich respektiere das zwar wenn ehrbare Kämpfer unterwegs sind und würde mich dann ebenso ehrbar verhalten, aber persönlich finde ich das Gefühl gleich zwei oder gar drei Pappnasen gleichzeitig in Schach zu halten oder gar zu besiegen noch viel besser als das Gefühl einem ehrbaren Kämpfer gegenüber zu stehen. Das Kampfsystem ist sogar ganz gut darin das zu ermöglichen wenn man es mal verinnerlicht hat und auch die notwendige Disziplin hat sich der Situation zu stellen anstatt panisch die Flucht zu ergreifen.

    Ein Wort zum Realismus: Für den Laien mögen Rüstungen und Kampftechniken hier zwar realistisch anmuten, aber wenn man sich mal etwas näher mit der Materie beschäftigt muss man sagen das For Honor keinen Deut realistischer ist als ein durchschnittliches Fantasy-RPG mit Magie und Drachen. Es werden zwar einige Kampftechniken (Mordhau) dargestellt die durchaus historischen Ursprung haben, aber alle Darstellungen der Kampfchoriografie orientieren sich am Bühnen- oder Schaukampf und haben mit einem realistischen Schlagabtausch gar nichts zu tun. Das Spiel muss ja für das Gameplay lesbar sein und daher kündigt jeder Kämpfer seine Schläge sozusagen schon am Tag vorher an wenn gekämpft wird – etwas was man in einem echten Kampf unbedingt vermeiden würde – genauso wie übertriebene Drehungen und kilometerweites umherschwingen der Waffen. Mal abgesehen davon das die Kämpfertypen alle aus ganz unterschiedlichen Jahrhunderten stammen ist ihre Darstellung auch eher stereotypisch und dumm anstatt realistisch und historisch korrekt. Weder Waffen noch Rüstungen verhalten sich so wie sie es in Echt würden. Dafür birngt das Spiel aber Spaß und das ist ja Sinn und Zweck der ganzen Angelegenheit.

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