Auf dem ersten Blick mag das für PS Vita (TV) und Steam erschienene Yomawari – Night Alone nach einem zuckersüßen, niedlichem, harmlosen Gruselspiel aussehen … doch das Spiel braucht keine zwei Minuten, um einem heftig in die Magengrube zu treten. Überhaupt ist der kleine Titel von Nippon Ichi Software eines der gruseligsten und emotionalsten Spiele, die wir dieses Jahr spielen durften. Und eines der kulturell interessantesten, den Setting und Kreaturen des Spiels sind tief in japanischer Folklore verwurzelt.

Micha hat Björn eingeladen, der auf seinem Youtube-Kanal relativ oft über japanische Spiele spricht. Gemeinsam erklären sie, weshalb Yomawari für sie ein großer Geheimtipp ist.

Als Yuji Naka, der ehemalige Kopf von Sonic Team, sich dazu entschloss mit Probe ein eigenes Studio zu gründen und mit „Rodea – The Sky Soldier“ einen geistigen Nachfolger von Nights into Dreams machen wollte, konnte er vermutlich nicht ahnen, wie der Publisher Kodakawa Games mit dem Projekt umgehen würde: Entwickelt wurde das Actionspiel ursprünglich für die Wii, doch der Publisher wollte auch intern eine 3DS-Version entwickeln, die wiederum zu einem Wii U-Port geführt hat. Kurios dabei: Das ganze hat fünf Jahre gedauert!

Die Wii-Version, die Nakas Vision entspricht, ist selbstredend nicht mehr aktuell, und er distanziert sich öffentlich von den Ports, mit denen er und sein Studio nichts am Hut hatten. Zu Recht, wie Robin von Hooked und Micha im Cast feststellen: Die Version von Kodakawa Games ist eine absolute Katastrophe.

NIS America veröffentlicht coolerweise in einem Paket gleich beide Versionen des Spiels. Man muss also nicht diese schreckliche Wii U-Version ertragen, sondern kann das ursprüngliche Spiel so genießen, wie Naka und sein Team sich das gewünscht haben.