Sarah “Lady DragonAgeness” Geser und Jonas Maurus, Mitgründer des Start-ups LaterPay, sind bei Daniel zu Gast. Alle Drei spielen Games grundsätzlich anders.

Sarah möchten ein Spiel bis in den allerletzten Winkel erforschen und besonders bei Rollenspielen mit vielen Entscheidungspfaden die für sie optimalste Handlung finden. Dafür fängt sie gerne mehrfach an, gibt teilweise etliche Stunden Fortschritt dran, um Entscheidungen anders zu treffen. Jonas hingegen will in einem Durchgang so viel wie irgend möglich von einem Spiel sehen. Dafür legt er teilweise – sofern möglich – hunderte Speicherstände an, um an alle wichtigen Ereignisse zurückkehren zu können und deren Konsequenzen durchzuleben. Im Gegensatz dazu spielt Daniel Spiele meist in einem direkten Durchlauf durch und akzeptiert die getroffenen Entscheidungen dann als “seine Story”.

Was treibt einen als Spieler dazu, Games auf diese oder jene Art zu spielen? Was sind die Vor- und Nachteile und wünschte man sich manchmal, dass man diese Zwänge nicht hätte? Diese Brunch-Folge ist für Sarah, Jonas und Daniel Therapie-Sitzung und Beichte zugleich.

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  • Stephan

    Das war ja mal interressant. Ich habe aber auch das Gefühl, das diese Merkwürdige Art zu spielen, die Geschichten zerstört. Mir schmeckt es viel mehr, eine einzige Geschichte zu erleben, nur einen Spielstand zu haben. Das gibt mir die Möglichkeit, mich mit dem Charakter zu identifizieren. Ich möchte immer nur eine Entscheidung treffen. Gerade bei den Telltale Spielen, da muss ich dann halt auch mit falschen, vielleicht zu schnell getroffenen Entscheidungen, leben. So ist das doch auch im wirklichen Leben :)

  • Anderaal

    Habe mir vor gut zwei Jahren Dishonored durch ein Let’s Play auf GameTube erspoilert, etwas später bei einem Steam-Sale gekauft und dann die letzten zwei Jahre erst einmal wie einen guten Wein in meiner Steam-Bibliothek reifen lassen. ;-)

    Am Vorabend Eures wunderbaren Podcasts habe ich mit eingetrübter Erinnerung nun gerade just einen Anlauf zum persönlichen Durchspielen gestartet und muss gestehen, dass ich die Aktion auch sofort als Achievement-Run angelegt habe.

    Bereits jetzt steht schon fest, dass ich mindestens zwei Durchläufe brauchen werde, um alle Trophäen einzusammeln – von den DLCs reden wir hier noch gar nicht – und dabei fast jeden Winkel des Spiels auf links drehen werde.

    Warum mache ich das? Ich denke einerseits, weil ich dass Spiel von der Geschichte her ja schon kenne und diese Welt nun noch einmal richtig tief erforschen möchte und andererseits, weil mir einfach auch das Gameplay Spass macht und ich gerne erfahren möchte, wie die Entwickler das Spiel von der Mechanik her zusammengebaut haben.

    Allerdings bin ich mir auch ziemlich sicher, dass ich Dishonored nach diesem tiefen Erforschen von Story und Gameplay wohl auch nie wieder anrühren werde. Mit Deus Ex: Human Revolution war es auch so. ;-)

  • Pingback: IM1269: Le Brunch: Von Completionists und Methodikern | Gameblog Punkt CH()

  • iUserProfile

    Ich spiele meine Lieblingsspiele oft auch sehr ausgiebig, aber selten methodisch. In Skyrim und Fallout 3 / New Vegas habe ich sicherlich tausende Stunden verbracht. Diese Rollenspiele gehe ich dann oft auch mit eigenen Regeln an z.B. Looten verboten ausser Questgegenstände oder ohne HUD was vor allem bei den Bethesdatiteln einen intressanten Dreh in das Spiel bringt. Dann kann es auch mal sein das ich neu Lade weil ich aus versehen eine Blume aufgesammelt habe (Das nagt dann innerlich an mir und ich kann das nicht ertragen meine Regeln – und sei es noch so insignifikant – gebrochen habe). Ein anderer Grund warum ich unnötig alte Spielstände lade ist wenn ich eine Aufgabe nicht in der Form erledigt habe wie ich es wollte – z.B. wenn ich “Schleicher” ^^ spiele, und eine Mission mit einem halben Gemezelt anstatt mit Eleganz und ungesehener Anmut gemeistert habe.
    Mit diesen Eigenheiten steh ich je aber noch relativ normal da im Gegensatz zu euren Podcast-Gästen.
    Allerdings soll jeder seine Spiele spielen wie es ihn Spaß macht (am besten ohne das Gefühl zu haben das es Arbeit ist ^^).

  • Andreas S.

    Sehr interessantes Thema, die verschieden Spielertypen zu durchleuchten. Frag mich, ob es sowas wie “Spielpsychologen” gibt, die an Hand der Spielweise erkennen können, was für Mensch du bist.

    Ich spiele zwar Querbeet, aber RPGs sind mein Hauptgenre. Ich versuch zwar nicht alle Dialog-Optionen durchzuprobieren, aber ich will alle Gegenden erkunden und alle Quests erledigen. Zwar gibt es dann einen Zeitpunkt an denen ich ein paar Nebenquests links liegen lasse, aber der kommt sehr spät, so ca. bei 80%. Achievements reizen mich aber eher weniger bis gar nicht. Über 80 Stunden erreichen ich bei vielen Rollenspielen. Im letzten Jahr hat es mir die From Software Reihe besonders angetan. Divinity Original Sin, Pillar of Eternity und Dragon Age Inquistion liegen noch vor mir. RPGs plus meine Spielweise ist schon ein Fluch.

    Bei schwierigen Entscheidungen in Spielen lass ich mir Zeit und denken etliche Minuten darüber nach. Oft lese ich auch in Walkthrough nach, was die Entscheidungen bedeuten und nehme die Option, die mir am besten passt. Probier aber auch mal selber verschiedene Varianten aus.

    So schnell, geradlinig durchspielen, kann ich gar nicht. Nur bei Dragon Age 2 habe ich versucht es so schnell wie möglich durchzuspielen und sogar auf leicht gestellt. Ich wollte zumindest die Story mitbekommen. Der Teil war so schlecht, es war eine Qual für mich.

    Beim Schwierigkeitsgrad wähle ich immer den mittleren. Sowas wie Hart oder Alptraum ist nix für mich, genauso wenig wie leicht.

    Ich speichere auch ziemlich oft, weil ich nicht will, dass ich längere Passagen nochmal spielen muss. Lege aber immer wieder einen neuen Speicherstand an, auch wenn ich selten zurückkehre. Ist so ein Tick von mir.

    Bei Echtzeitstrategie-Spielen igel ich mich gerne vorher ein, bevor ich den Feind richtig angreife. Deswegen ärgere ich mich, wenn der Computer mich früh mit vielen Einheiten überrennt. Aus diesem Grund spiele ich diese Spiele nicht Online mit meiner Spielweise bin ich da unterlegen.

  • Pingback: Die letzten und nächsten 24h, Montag, 27.04.2015 | die Hörsuppe()

  • Christian

    cool mit dem Audible Link!
    Würde gerne mitmachen, aber ich hab leider schon nen Account:(

  • Christian

    also ich bin da auch eher der “Daniel Spieler Typ”. Man kann den Entwicklern aber glaube ich auch einfach nicht vorwerfen, dass sie die Spiele so bauen, dass man auf Lücken etc. trifft wenn man jede Entscheidung 100mal spielt.

  • Also ich bin unfreiwilliger Completionist.
    Wenn ich meinen Pile of Shame angucke, sag ich mir jedes Mal, dass ich das nächste Spiel nur schnell durchrotze, um´s mal gesehn zu haben.
    Dann ertapp ich mich aber immer wieder recht schnell dabei, wie ich heimlich auf Achievement-Jagd gehe …

  • Sehr interessanter und treffender Cast. Ich spiele selber (herrlich) chaotisch, habe aber einen MMO Mitspieler, der eindeutig zu den Completionisten gehört. Seine Methode: Jedes Aussengebiet wird kreisförmig (im Uhrzeigersinn) Queste für Queste abgegrast. Zum Schluss geht’s ab in die Mitte, falls da noch Fog of War ist. Danach auf zur nächsten Karte. Seine extrem methodische Spielweise macht mir echt zu schaffen. Das nimmt mir jeden Zauber aus dem Spiel…

    • Manuspielt

      erinnert mich daran, dass man mit manchen Mitspieler_innen bei Diablo 3 immer nur LINKS abbiegen darf, damit man auch ja keine Random-Loot-Kiste übersieht :)

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