Es gibt eine bestimmte Sorte Spiel, die erst durch die Risikobereitschaft und Fokussierung auf besondere Themen von kleinen Indie-Teams möglich ist. Spiele, die sich voll und ganz auf ihre Narrative konzentrieren und in relativ kurzer Spielzeit darauf ausgelegt sind ein emotionales Erlebnis zu bieten, statt Stunden um Stunden der Beschäftigung Willen zu beschäftigen. Die einen schimpfen sie „Walking Simulatoren“, wir empfinden sie jedoch als kleine Kunstwerke, sofern sie gelungen sind.

Blackwood Crossing von Paperseven fällt in diese Sparte. Daniel und Micha finden im Cast heraus, ob das kleine Spiel für sie eine runde Sache geworden ist. Vor allem sind sie gespannt, was das aus ehemaligen Mitarbeitern von Black Rock Studios bestehende Team gezaubert hat. Wir erinnern uns: Damals haben die Leute die brachialen Arcaderacer Pure und Split/Second entworfen. Der Contrast zu Blackwood Crossing könnte größer nicht sein.

Videospiele lassen uns alles mögliche sein: Wir können Schatzsucher sein, Weltraumpiraten, Soldaten, Weltenretter, Cosplayer, Rennfahrer oder Detektive. Womöglich sogar alles davon gleichzeitig. Es besteht kein Zweifel daran, dass die Mannigfaltigkeit der Abenteuer groß ist, die uns die Welt der Spiele bereit hält. Doch eines kann man momentan kaum mit ihnen: Sich mit Problemen aus dem echten Leben befassen. Die Zahl der Spiele, die sich hauptsächlich mit manchmal ganz alltäglichen, persönlichen, sozialen Problemen beschäftigen, ist eher gering. Glücklicherweise gibt es seit einigen Jahren eine großartige Indie-Bewegung, die versucht dem entgegen zu wirken.

Eines der Spiele, die Teil dieser Bewegung sind, ist Fragments of Him, welches für PC und Xbox One erschienen ist. Im Kern der Geschichte geht es um die Bewältigung von Verlust, verschwimmende Erinnerungen und Homosexualität. Daniel und Micha haben sich das Spiel angesehen und erklären, weshalb sie so begeistert davon sind.