Auf der EGX Berlin 2019 war Insert Moin live auf der Bühne! Wir haben unser Programm dort für euch mitgeschnitten und präsentieren hiermit die dritte von sechs Folgen, die am Messe-Samstag stattgefunden haben. Zu Gast sind: Nina (Expertin für Sexspiele) und Lara (Polygamia).

Spätestens, als ein Raunen beim Kuss zwischen zwei Mädchen durch den Saal ging, als der Trailer zu The Last of Us 2 lief, wurde auch dem Mainstream klar: Die Darstellung der LGBTQI*-Community ist in großen Spielen nicht sonderlich präsent. Mehr noch: Die Art, wie mit ihr umgegangen wird, ist problematisch. Homosexualität wird als Eigenschaft für Bösewichte eingesetzt, und Transfrauen oder Transmänner müssen oft als Witzfiguren herhalten. Wenn dann in einem Trailer voller Gewaltszenen ausgerechnet gleichgeschlechtliche, zunächst realistisch wirkende Liebe für den größten Schock beim Publikum sorgt, muss man auf die Suche nach den Gründen gehen.

Lara, Nina und Micha sprechen gemeinsam auf der Bühne über dieses schwierige Thema und fragen sich, was sich ändern muss, um die Situation zu verbessern.

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Marcel ist Software- und Gamesentwickler. Ersteres macht er hauptberuflich, Letzteres macht er (momentan noch) in seiner Freizeit, denn noch ist Procedural ein Hobby-Projekt. Marcel ist außerdem asexuell und transgender. Zwei Eigenschaften, die von vielen Missverständnissen, Vorurteilen und Diskriminierung umgeben sind.

Im Podcast mit Daniel erklärt Marcel, was genau die beiden Begriffe für ihn und sein Leben bedeuten; warum er sich in der oft toxischen Internetöffentlichkeit dazu entschied, damit ganz offen und proaktiv umzugehen. Außerdem spricht Marcel darüber, wie er als langjähriger begeisterter Videospieler die ganzen Debatten um Gender, Rollenbilder und Geschlechter in der Gamesszene wahrnimmt.

Marcels Blog findet ihr unter asexy.de, das angesprochene AVEN-Forum für Asexuelle und Interessierte unter asexuality.org/de.

GenderInGames

Unsere Superlevel-Nina (@Beurkeek) hat ein Buch geschrieben: Gender in Games – Geschlechtsspezifische Rollenbilder in zeitgenössischen Action-Adventures. Es basiert in großen Teilen auf ihrer Uni-Abschlussarbeit, in der sie analysiert hat, wie Frauen-Rollenbilder in populären Videospielen dargestellt werden.

Im Podcast bei Daniel erklärt Nina, wie sie auf die Idee zu Ihre Abschlussarbeit kam und wie die Prüfer auf die Idee reagiert haben. Außerdem spricht sie darüber, wie es schlussendlich zur Buchveröffentlichung kam und warum sie das Thema von Gender in Games für so wichtig erachtet – aber auch, woher der sehr stolze Preis von fast 80 Euro herrührt.