Kaz Ayabe gilt in Japan als einer der besten Spieldesigner und ist mit der Reihe Boku no Natsuyasumi (wörtlich übersetzt: My Summer Vacation) bekannt geworden. Aus der Sicht von Kindern wurden dort Slice of life-Geschichten erzählt, welche in einfach nachvollziehbares, zu weiten Teilen non-linieares Adventure-Gameplay ohne Stresselemente eingebettet wurden. In Videospielen hat es selten so gute Darstellungen von ganz alltäglichen Ereignissen gegeben, die aus der Sicht von Kinderaugen eine besondere Tragkraft erreichen konnten – und für sie so wie weltgroße Probleme, Abenteuer oder Wunder wirkten. Leider wurden die Werke von Ayabe nie ins Englische übersetzt – und seine Spiele blieben für Entdecker fernöstlicher Spiele ohne gute Sprachkenntnisse ein Buch mit sieben Siegeln.

Mit Attack of the Friday Monsters! A Tokyo Tale ändert sich dies nun endlich! Der kleine Downloadtitel erscheint im Rahmen der Guild02-Reihe, die Fortsetzung einer allesamt als eShop-Titel für den Nintendo 3DS veröffentlichte Kollektion an kurzweiligen Spielen, die von japanischen Ausnahmedesignern, wie etwa Yoot Saito, Yasumi Matsuno oder Suda51, entwickelt wurden. Guild02 und 01 boten den Designern eine Experimentierfläche, und durch die Download-Distribution gleichzeitig ein potentiell großes Publikum. U.a. ist dort auch das erstklassige Crimson Shroud erschienen.

Micha hat Jessi von der Kollisionsabfrage eingeladen und spricht mit ihr über Ayabe´s Quasi-Visual Novel. Erfahrt im Podcast, warum Level 5 mit der Distribution dieses Spiels für ein paar Fehler von Ni No Kuni entschädigt und weshalb man sich beim Spielen – nostalgisch berührt – in seine Kindheit zurückversetzt fühlt.

httpvh://www.youtube.com/watch?v=BDaTDI7NxNo