Fabian, der im Netz als Rainer Schauder unterwegs ist, hat kürzlich ein Video namens Wie sinnvoll ist Kulturkritik von Videospielen? gemacht. Er kritisiert darin, dass Rezensionen von Games oft aus seiner Sicht zu stark mit gesellschaftlichen Themen aufgeladen sind, Inhalte und Handlung werden überinterpretiert, das zentrale Element – das Gameplay – hingegen vernachlässigt.

Dom von Gamespilot hingegen beschäftigt sich gerne vorrangig mit den kulturellen Aspekten eines Videospiels, liest in sie mehr rein und interpretiert Fragen, die nicht auf den ersten Blick durch das Gameplay vermittelt werden. Zum Beispiel, ob The Division ein Anti-Kriegsspiel ist?

Daniel diskutiert mit Rainer und Dom, was eine Kulturkritik überhaupt ist und wie sinnvoll es ist, Games derselben zu unterziehen.

imkaffee

Neue Wertung für Alien: Isolation“ verkündete GameStar.de am 17. Oktober – gute 14 Tage, nachdem der Test zum Release von Alien: Isolation (bei Insert Moin jüngst in Folge 1130 besprochen) online gegangen war. In dem kurzen Leitartikel erklärt Online-Chefredakteur Markus Schwerdtel (@Kargbier):

„Nach vielen zusätzlichen Spielstunden und langen Diskussionen in der Redaktion ist klar: Ja, wir haben einen Fehler gemacht und Alien: Isolation zu niedrig bewertet – dafür bitten wir um Entschuldigung. Es gilt der jetzt aktualisierte Test mit der höheren Wertung.“

Folglich wurde die ursprüngliche Wertung von 73 Punkten auf 80 nach oben korrigiert. Kein Präzedenzfall, aber doch durchaus ein extrem außergewöhnlicher Vorgang in der Geschichte des deutschen Spielejournalismus. War Aktualität in diesem Fall wichtiger als Gründlichkeit beim Test und welchem dieser beiden Pole wird bei Spielmagazinen mehr Relevanz zugesprochen?

Um über dieses Tester-Dilemma zu sprechen, hat sich Daniel zum Brunch Markus Schwerdtel und Petra Fröhlich (@Odufroehliche), Chefredakteurin der PC Games, eingeladen. Letzteres Magazin hat übrigens mit 69 Punkten Alien: Isolation eine noch niedrigere Wertung geben und ist auch dabei geblieben.