Never Alone (Kisima Ingitchuna) ist auf den ersten Blick ein märchenhafter 2D-Puzzle-Plattformer über ein junges Mädchen und ihrem Freund, dem Polarfuchs. Gemeinsam versuchen Sie herauszufinden, woher der Eissturm kommt, der ihr Dorf bedroht. Doch Never Alone ist mehr als nur ein kooperatives Spiel, Never Alone berührte uns und schaffte das Kunsstück, uns etwas über den Kulturkreis der Inuit näher zu bringen, ohne belehrend zu wirken oder mit Textblöcken an Infos zu erschlagen. Das Entwicklerstudio Upper One Games hat in enger Zusammenarbeit mit einer Gruppe von Ureinwohner Alaskas, den Iñupiat alte Geschichten, traditionelles Kunsthandwerk und Anekdoten in dieses Spiel eingearbeitet. Dank der freischaltbaren Dokumentationsfilme erfährt man sehr einfühlsam etwas über das Leben dieses Kulturkreises. Ein wichtiges, tolles Projekt.

Nachtrag

Bevor jemand in den Comments die Wikipedia zitiert, ja – die habe ich auch gelesen :) Die Thematik mit der etymologischen Herkunft und der political correctness zu „Eskimo“ ist je nach Quelle sehr unterschiedlich. Auch ob „Inuit“ überhaupt passt, weil es nicht alle Bevölkerungsgruppen einschließt. Aber wenn er generell eher als abwertend gewertet wird, dann ist das für mich Grund genug, eine Alternative zu verwenden. Das Wort „Eskimo“ taucht in Never Alone übrigens kein einziges Mal auf.

Wikipedia meint:
„Der Begriff „Eskimo“ ist ursprünglich eine Fremdbezeichnung, die seit dem 17. Jahrhundert bekannt und deren Etymologie nicht eindeutig geklärt ist. Die von Inuit gegründete Nichtregierungsorganisation Inuit Circumpolar Council möchte den Begriff „Eskimo“ allgemein durch „Inuit“ ersetzen. Dieses Wort kommt jedoch nicht in allen Eskimosprachen vor und bezeichnet auch nur die kanadischen und grönländischen Volksgruppen, weshalb die Yupik und Inupiat ihre Eigenbezeichnung verwenden oder sich dem „Volk der Eskimos“ zugehörig fühlen. Auch die in Inuit-Besitz befindliche, international durch den Vertrieb von Inuit-Kunst bekannte Genossenschaft von Cape Dorset im Territorium Nunavut nennt sich seit ihrer Gründung West Baffin Eskimo Cooperative (WBEC)“

„The primary reason that Eskimo is considered derogatory is the questionable but widespread perception that in Algonkian languages it means „eaters of raw meat.“ One Cree speaker suggested the original word that became corrupted to Eskimo might indeed have been askamiciw (which means „he eats it raw“), and the Inuit are referred to in some Cree texts as askipiw (which means „eats something raw“). The majority of academic linguists do not agree. Nevertheless, it is generally held in Canada and Greenland that the term Eskimo is pejorative“

HitmanGo

Daniel Lutz ist gebürtiger Schweizer und arbeitet bei Square Enix Montreal. Sein Team war zuständig für die Umsetzung des Hitman-SpinOffs „Hitman Go“ für den Tablet- und Smartphone-Markt. Im Interview beantwortet uns Daniel, wie es zu der ungewöhnlichen Idee kam, Hitman als rundenbasiertes Mobile-Game umzusetzen und was es mit der Brettspiel-Optik auf sich hat.

Die Besprechung des eigentlichen Spiels findet ihr unter der Folgennummer 992 mit Gast Herr Kaschke.

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2Dreams von Marcel-André Casasola Merkle aka @zeitweise ist zwar nicht das erste Spiel des Spiele-Erfinders, aber sein erstes eigenes iOS-Projekt. Der Brettspiel-Erfinder, den wir auch schon einige Male im Podcast hatten, berichtet heute im Interview über seine Erfahrungen der Spiele-Entwicklung mit der Unity3D-Engine, den Tücken des Marketings im AppStore und den Unterschieden zur Brettspielszene.

Auf seinem Blog begleitet Marcel-André diese Entwicklung, zum Beispiel in diesem Video-Post-Mortem Vortrag:
httpvh://www.youtube.com/watch?v=M2Dt78BmUWk

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