Als eines der ersten brasilianischen Spiele, die mit staatlichen Geldern unterstützt worden sind, hat Toren eine Pionierrolle in seinem Heimatland inne. Auch darüber hinaus ist der kleine Indie-Titel ambitioniert: Er bedient sich einer unverbrauchten Ästhetik, nähert sich dem Thema Kindheit, sowie Adoleszenz mit einer Vielzahl von Metaphern und fordert weniger das Geschick, als den Intellekt des Spielers. Mit anderen Worten: Man kann sich ewig lange über das Action-Adventure unterhalten!

Genau das hat Micha heute mit dem Gast Jan-Ole getan. Im Cast tauschen sich beide darüber aus, wie sie Toren interpretiert haben.

Kingdom: New Lands ist eine komplett überarbeitete, neue Version des Pixel-Towerdefensespiels Kingdom, über das wir bereits in Folge 1427 gesprochen haben. Das kostenlose Update erweitert das bereits sehr gute Grundspiel um etliche neue Mechaniken und fügt dem Spiel außerdem sehr motivierende neue Ziele und Geheimnisse hinzu. Ein Grund, das Spiel erneut zu besprechen.

Transparenz-Hinweis

Unser Gast zum Zweitbesuch des Spiels ist Martin Teichmann, der bei Naughty Dog als Enviroment Artist arbeitet und über dessen Beruf wir in Folge 1465 mit ihm gesprochen haben. Heute ist er als Privatperson und Spieler im Cast. Weder Naughty Dog noch Martin haben unserem Wissen nach eine Verbindung zu dem Publisher oder den Entwicklern Raw Fury, Licorice und Noio von Kingdom: New Lands.

Villagers ist ein Spiel des deutschen Entwicklerstudios Bumblebee. Das Spiel ist seit einigen Monaten auf dem Markt und sah sich Anfangs einer sehr harschen Kritik in den Steam-Reviews und mit Vergleichen mit Banished gegenüber. Das Spiel wurde sehr schnell als „Klon“ und „zu einfach“ abgestempelt. In  der heutigen „Post Mortem“-Interviewfolge fragen wir den Entwickler Tassilo Rau, wie man als Entwickler nach zwei Jahren Arbeit an so einem Spiel damit umgeht, wie der Prozess von der Idee bis zur Finanzierung beim Publisher abläuft und wie lange man ein solches Spiel nach dem Release noch pflegen und die Community betreuen kann.

Full Disclosure: Für die Musik und Story in dem Spiel war Michael Cherdchupan als freier Mitarbeiter beauftragt. Laut unserem Leitbild werden wir dieses Spiel daher nicht wertend besprechen. Michael ist in dieser Folge als Gast und nicht als Moderator anwesend.

Wer mehr über den Soundtrack erfahren möchte, findet in dieser Folge von Ico-Radio mehr Infos, in der Micha zu Gast war. Erwerben und damit die Produktion der deutschen Sprachausgabe unterstützen kann man den Soundtrack auf Bandcamp:

villagers im post

Playdead’s Inside ist der spirituelle Quasi-Nachfolger des famosen 2D-Plattformers LIMBO, der vor nun gut 6 Jahren für Aufsehen sorgte. Nun hat das Studio mit INSIDE ein sehr ähnliches Spiel für Xbox One und PC (morgen auf Steam) veröffentlicht. Zusammen mit dem renommierten Kulturkritker Rainer Sigl von Videogametourism haben wir das Spiel durchgespielt und besprechen, ob das Spiel dem großen Erbe des Vorgängers gerecht wird oder die Erwartungshaltung sogar noch übertreffen kann.

Hinweis: Die erste Hälfte des Casts ist SPOILERFREI, wir warnen ausdrücklich davor, sobald wir in die Geschichte eintauchen.

PS: Für Retro-Freunde, wir haben 2010 im „Spiele des Jahres“-Cast über Limbo ab Minute 5 in Folge #43 (!) gesprochen.

Alex Nichiporchik vom Indiestudio tinyBuild (Punch Club) erhebt schwere Vorwürfe gegen die Verkaufsplattform G2A.com. Solche Anbieter würden eine „von Betrugsfällen getriebene Industrie befördern“, so Nichiporchik. An einem aktuellen Beispiel hinterfragt er in seinem Blogpost die Art und Weise, wie Key-Reseller-Webseiten wie G2A.com agieren und funktionieren. Er wirft dem Unternehmen vor, Kreditkartenbetrügern im großen Stile eine Möglichkeit zu bieten, Geldwäsche zu betreiben und die Schnäppchenmentalität der User auszunutzen.

Wie steht es um die moralische Verantwortung der Käufer, dubiose Seiten wie G2A zu meiden? Ist es überhaupt die Schuld des Resellers, wenn der Indie-Entwickler sich über Kreditkarten betrügen lässen? Zusammen mit Andre Peschke vom Gamespodcast(.de) Auf ein Bier redet Manu über dieses Thema beim Brunch und leckeren, heißen Kaffee. (Hmmm, Kaffee!)

Shownotes

– Keyseller-Diskussion im Forum von AeB

– Video auf Gamestar.de: Stephan Mathé über Keystores und Keyselling

– Mehr zum Thema bei Eurogamer.net

Sebastian Stange ist Video-Redakteur bei Gamestar/Gamepro und hat die letzte Woche nicht wenige Stunden damit verbracht, in der virtuellen Realität von HTC Vive zu verbringen. Zusammen mit Manu redet er über die Vor- und Nachteile des derzeit teuersten VR-Angebots auf dem Markt. Was kann HTC Vive mehr als Oculus Rift und Playstation VR, dass den hohen Preis rechtfertigt? Und gibt es abseits einer unheimlichen wie beeindruckenden Begegnung mit GLaDOS noch andere, lohnenswerte Spiele für das Gerät? Und wo geht die Reise hin? Lohnt sich der Einstieg jetzt schon in die Virtual Reality oder sind Early Adopter am Ende wieder der Arsch?

Dies und mehr klären wie immer im Podcast.

PS: Das im Podcast angesprochene VR-Meetup in Freiburg von und mit @Mowfax findet am 30. April statt.

Undertale von Toby Fox ist ein faszinierendes Spiel. In einem Satz beschrieben (was nicht geht) würde man es vielleicht am ehesten als „eine Hommage an JRPGs mit westlichen Einflüssen, Bullet-Hell- und Dating-Sim-Spielen“ bezeichnen und ihm trotzdem nicht vollumfänglich gerecht werden. Wir probieren es dennoch, zusammen mit unserem Gast Memo Jeftic, die Faszination von Untertale im Podcast einzufangen. Ein wichtiges, berührendes und auf seine Art absolut einzigartiges Spiel.

2013 entwarf ein polnisches Team im Rahmen des „7 Day FPS“-Gamejams ein interessantes Konzept für einen Shooter: In SUPERHOT schreitet die Zeit nur dann voran, wenn der Spieler sich bewegt. Ansonsten steht die Zeit still, bzw. befindet man sich in einer Art Extrem-Zeitlupe. 2014 startete das Team zu der Idee eine Kickstarter-Kampagne zur Finanzierung eines kompletten Spiels und erhielten mit 250.000 US-Dollar das 2,5-fache des angestrebten Zielbetrags. Nun ist „Superhot“ fertig, und zusammen mit Robin von unseren Freunden von Hooked hat sich Manu das Endprodukt angeschaut. Im Podcast erfahrt ihr, ob die SUPER Idee des Jams auch über ein ganzes Spiel lang HOT bleibt.

Steam, bzw. Valve hat seine User und die Spiele-Entwickler ja neulich bereits „überrascht“ mit der plötzlichen Ankündigung, Mods für Skyrim nun auch monetarisieren zu können (Cast dazu Folge 1285). Nach einigen Schwierigkeiten und Diskussionen zog Valve diese Änderung zurück. Einige Wochen später nun die nächste „Überraschung“: Auf Steam ist es nun möglich, gekaufte Spiele innerhalb von 14 Tagen zurückgeben zu können, also sein Geld dafür zurückzuverlangen, wenn einige Bedingungen erfüllt sind. Zum Beispiel darf es kein Spiel aus einem Bundle oder ein auf Steam registriertes Produkt von „außen“ sein und ganz wichtig: Die gesamte Spieldauer darf nicht länger als zwei Stunden betragen. Klingt fair? Johannes Roth, Leiter von Mimimi-Productions (pun intended) und unser heutiger Brunch-Gast, sieht eher die negativen Seiten aus Entwicklersicht, während Manu und Daniel durchaus auch Chancen und faire Kundenbehandlung als positive Seite sehen.

Ist dieses neue Rückgaberecht nun Fluch oder Segen – oder gar beides? Darüber reden wir in der heutigen Folge von Le Brunch und freuen uns auf eine ergiebige Diskussion in den Kommentaren.