Nicht erst seit den Reviews zu The Order 1886 ist die Frage nach dem „Wiederspielwert“ von Spielen im Raum. Wie definiert sich dieser Begriff für uns überhaupt? Und welchen Stellenwert hat dieser Begriff? Kommt es aufs Genre an oder sollte grundsätzlich jedes Spiel mehrfach erlebbar sein?  Diesen und weitere Fragen gehen wir in der heutigen Brunch-Folge nach mit unseren beiden Frühstücks-Gästen Guddy Hoffmann aka „Zeitzeugin“ und Dominik „uns Dom“ Schott.

Shownotes

Guddys Blogpost: http://zeitzeugin.net/2015/03/wie-wichtig-ist-euch-der-wiederspielwert/
Ihr YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/user/Zeitzeugin1

  • Michael Ferstl

    Ich spiele so gut wie kein Spiel 2 mal. Wiederspielwert ist für mich nur wichtig, wenn das Spiel selbst zu kurz ist.
    Klassischer Titel mit viel wiederspielwert: Mario Kart

  • Stephan

    Wiederspielwert ist für mich viel mehr ein indekator für dynamisches Spieldesign. The Order 1886 ist mir einfach viel zu statisch und daher war es für mich bereits im ersten Durchlauf schon nicht so super. Spiele wie GTA oder Diablo oder auch Heavy Rain sind viel dynamischer und machen mir daher auch beim ersten Durchlauf schon viel mehr Spaß, da ich weiß das es auch andere Verläufe und Situationen gibt.

  • Anton Metzger

    Lieber Dom, Freiburg liegt in Baden und nicht Württemberg! Der Unterschied dazwischen ist, dass in Baden meistens allemanisch(Ahhh) und in Württemberg schwäbisch gesprochen wird(Bähhh)

  • Erik

    Interessant, wie sich die Ansichten unterscheiden, was das „Re-Play“ von Spielen oder das „Re-View“ von Filmen angeht und wie wichtig offenbar der Kontext ist, in dem man den Erstkontakt hatte. Bei mir gibt es Sachen, die habe ich über Jahre immer wieder aus der Schublade geholt, aber heute völlig die Lust daran verloren, z.B. an manchen Filmen oder Serienfolgen, die man typischerweise zu Weihnachten guckt. Ich kann auch keine „Coming-of-Age“-Filme mehr gucken, egal ob neu oder „Re-View“, weil ich aus dem Thema einfach rausgewachsen bin.
    Zwei Fakten wurden in Eurem Podcast klar: Spiele werden von der Mehrheit nicht mal durchgespielt und Wiederspielwert ist nicht messbar, weil unberechenbar.
    Da jede Stunde Freizeit aber in Geld ausgedrückt werden kann ( max. 3 Euro pro Stunde für Max Mustermann), darf ein The Order 1886 für jemanden der es nicht durchspielt halt nur
    15 Euro kosten und für jemanden der das Maximum von 10 Stunden rausholt halt nur 30 Euro.
    Deswegen habe ich es auch noch nicht gekauft Dafür liegt hier aber ganz frisch CoD: Advanced Warfare, bei dem mich nur der SinglePlayer interessiert: gekauft für 19 Euro.
    Für Ori and the Blind Forest habe 20 Euro bezahlt und 20 Stunden gebraucht, weil ich fast alle Bonuskugeln eingesammelt und damit auch alle Fähigkeiten freigeschaltet habe. D.h. durch Ori habe ich ein Freizeitguthaben von 40 Euro aufgebaut und könnte jetzt the Order 1886 kaufen, oder zwei Mal zum Griechen, oder auf den Urlaub sparen.

  • iUserProfile

    Es wäre vielleicht ein intressanterer Cast geworden wenn man zumindest Gäste mit unterschiedlichen Meinungen eingeladen hätte. Das Dom am Ende sagt das er der Falsche ist um dieses Thema überhaupt zu erörtern spiegelt mein Gefühl während des Zuhörens komplett wieder. Wiederspielwert spiegelt oft einfach gelungene Aspekte eines Spiels wieder. Wenn einem Spiel gelingt eine Atmosphäre zu erzeugen oder eine mitreissende Story zu erzählen oder einfach wunderbar funktionierende Gameplaymechaniken hat das man diese immer wieder erleben will ist das Wiederspielwert. Diesen Begriff kategorisch auszuschließen und als veraltet anzusehen und dann noch nicht einmal klar benenen zu können warum das so sein soll ist der größte Humbug den ich hier jemals gehört habe.

  • Mr. Smith

    Interessanter Podcast mit sehr guten Gästen.
    Ich finde mich am ehesten mit Guddis Meinung wieder. Der Wiederspielwert ist nichts, was mich selber groß zum Kauf bewegen würde. Retrospiele die ich selber gespielt habe, haben auch mehr Wiederspielwert für mich.

  • Pingback: Die letzten und nächsten 24h, Montag, 20.04.2015 | die Hörsuppe()

  • Nanowire

    Etienne von Rocketbeans hat mal die Meinung geäußert, dass das new game + von den Souls Spielen kein wirklichen Wiederspielwert hat, da sich die Welt verändert und ein ganz anderes Spielerlebnis Auftritt, im Gegensatz dazu, wenn man wirklich einen neuen Charakter erstellt und das Spiel von vorne spielt.
    Fand ich interressant, da ich auch nur die new game +’s spiele und nicht das Spiel von vorne mit neuem Charakter spiele, das wäre mir wieder zu doof.

  • Bumfi

    Du bist nicht der Einzige, Dom.
    Ich habe auch in Call of Duty (Modern Warfare (?! unsicher) ) 1 Mission immer und immer wieder gespielt (war so eine mit-den-Panzern-mitlauf-Mission) ich kann aber nicht sagen, warum mir das so gut gefallen hat. Aber ich hatte total viel Spaß daran, obwohl ich kein Call of Duty Fan bin

  • Ralf

    Ich habe schon jede Menge Spiele zweimal gespielt. Manchmal direkt hintereinander, manchmal mit Jahren dazwischen. Das ist, denke ich, ein stark subjektives (weil emotionales) Thema, zumindest bei Story-getriebenen Spielen.

    Ironischerweise spiele ich meist die Kampagne von Shootern mehrmals (wahrscheinlich, weil sie so kurz sind). Alleine auf „normal“ und auf „schwer“ mit einem Kumpel im Coop.

  • keiner einer

    Sonst bin ich ja fast immer eurer Meinung, aber den Begriff des Wiederspielwertes bis ins unermessliche zu dehnen, halte ich doch für sehr absurd.
    Meine eigene Definition und die ich als logisch erachte:
    Wiederspielwert ist dann gegeben, wenn ein Spieler beim erneuten (durchspielen) neue Dinge zu entdecken hat. Ein Mass Effect, wo ich keine Antworten selber wählen kann, sondern das Spiel diese vor gibt, wo ich immer die selben Items am selben Ort und die gleiche Story erhalte, hat schlicht keinen Wiederspielwert.

    Der Wunsch nach 3-4 Jahren das Spiel nochmal erleben zu wollen, hat für mich mit der Begrifflichkeit des Wiederspielwertes nichts zu tun. Um es auf ein Minimum runter zu brechen:

    Wenn ich Mensch ärgere dich gegen einen Computer spiele und die Würfelaugen beim ersten wie beim zweiten Durchlauf immer die gleichen wären, dann wäre der Wiederspielwert gleich null.
    Die Tatsache, dass es trotzdem Leute gibt, die es nochmal versuchen (nostalgie, erinnerungen auffrischen, highscorejagd) ändert nichts daran, dass das Spiel keinen Wiederspielwert hat.

    Ich selber spiele Spiele auch nicht mehrmals durch, aber versuche in der Regel zumindest diese durch zu spielen. Nichts desto trotz ist der Wiederspielwert ein guter Indikator für die Vielseitigkeit eines Spiels, den ich wichtig und richtig finde. Mir geht es mit dem Pile of Shame übrigens genauso. Zumal durch GoG nun auch noch wieder (Gott sei dank?!?) längst vergessene Altlasten auch wieder auf dem Stapel platz nehmen.

    • Hobbinho

      Ich finde Podcasts sollten auch einen Wiederhörenswert haben. Bei diesem Exemplar ist er gegeben.

  • Maik

    Es fallen mir nur drei Spiele ein, die ich wirklich wieder gespielt habe. Das sind Super Mario Galaxy, Metal Gear Solid – The Twin Snakes (GameCube Remake) und Metal Gear Solid 2. Super Mario Galaxy habe ich bis heute 6 mal komplett durchgespielt und die beiden Metal Gear Solid Teile jeweils 4-6 mal mit kurzen Abständen.
    Die drei Faktoren, die mir hierbei sehr wichtig sind, sind Geschichte, Inszenierung und/oder Spielmechanik. Wenn die drei nahezu perfekt miteinander verzahnt sind und harmonieren, ist Wiederspielwert für mich gegeben.

  • Stuart Brown

    Das erste Tenchu (PS1) hatte einen Cheat mit dem ein Untermenü freigeschaltet wurde, in dem für jeden der zehn Level die Anordnung und Laufwege der Gegner geändert werden konnte. Das habe ich wieder und wieder gespielt bis ich in fast jedem Level den höchsten Lv. von Grandmaster erreicht hatte. Musterbeispiele wie man den Wiederspielwert erhöht sind natürlich auch die beiden Rare-Shooter auf dem N64 oder auch die TimeSplitters Teile von FreeRadical.

  • In Tests interessiert´s mich absolut nicht, was die über Wiederspielwert schreiben.
    Mein eigenes Spieleverhalten folgt da auch keinen bestimmten Mustern, wobei ich schon immer anfällig fürs Komplettieren war – lange, bevor man das durch Achievements und Trophäen aufmotiviert bekam.
    Und ähnlich wie ihr´s auch angesprochen habt: Sobald ich in Spielen, die ich versuche, zu komplettieren, merke, dass ich irgendwas unwiderruflich verpasst hab, sinkt die Motivation direkt rapide.
    Auch am Beispiel Fallout 3 festgemacht: Das hab ich wirklich fast zu 100% durch – mit all den DLCs und Freeform Quests usw.
    Zwischendurch hab ich aber festgestellt, dass ich eine der ver?§%&ten Wackelpuppen nich mehr bekommen kann, was mich zur Hälfte der Spielzeit fast komplett rausgekegelt hätte. Und noch heute, nach all den Jahren, denk ich: Das haste nich komplett bezwungen, das dämliche Spiel. Obwohl das ja EIGENTLICH nichts zum Kern des Spiels beiträgt. Es geht nur um die eine Zeile mehr im Inventar und einen Zehntel-Prozentpunkt mehr im Spielvollständigkeitsbalken.

    Am meisten wiedergespielt hab ich das erste Kirby auf´m Game Boy, weil´s mein erstes Spiel überhaupt war und ich – obwohl ich sonst nicht der Typ dafür bin – auf Speedrun gemacht hab. Noch heute fordere ich mich manchmal zu ´ner Speed-Challenge im Dreamland heraus. Heftig!

  • Joe

    Wiederspielwert hatte früher für mich Bedeutung. Heutzutage habe ich nicht mehr die Zeit, ein Assassin’s Creed nach der Hauptstory groß weiterzuspielen. Ähnliches bei Rollenspielen: Da erhalte ich zu wenig „neues“ beim zweiten Durchgang.

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