Früher gab es in Videospielen keine Karten. Wer sich orientieren wollte, musste eben selber mitzeichen oder Karten aus Spielemagazinen oder Lösungsheften benutzen. Mit der wachsenden Größe von Games und speziell dem Aufkommen der Open-World-Games wurde die Karte allerdings zum zentralen Element. Insbesondere diejenigen Games mit offenen Welten bekamen dann Minimaps, die für den Spieler während des Spielens jederzeit am Rand des Bildschirms eine Orientierungshilfe baten. Ob GTA, Assassin’s Creed oder The Witcher: Die Minimap war aus den Bildschirmanzeigen nicht mehr wegzudenken. In jüngster Zeit wird die kleine Karte allerdings immer öfter ersetzt. Far Cry 5 oder Assassin’s Creed: Origins lassen das beispielsweise Feature weg.

Jennifer untersuchte in ihrer Seminararbeit „Beerdigung eines Features: Die Auflösung der Minimap in Open-World-Games“ ob diese ein allgemeiner Trend ist und wie die Funktionen einer Minimap dann trotzdem erfüllt werden. Ihre These: Viele Elemente aus der Karte werden zunehmend direkt in die Spielwelt integriert. Aktuell schreibt Jennifer daher aufbauend auf der Seminar- jetzt ihre Abschlussarbeit.

Im Cast sprechen Jennifer und Daniel über die Funktionen, die eine Minimap zu erfüllen hat, und diskutieren die Frage, warum das Element in Games zunehmend ausstirbt.

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Kevin ist Student der Skandinavistik und für seine Bachelorarbeit fragte er sich, wie eigentlich nordische Themen in Videospielen dargestellt werden. Anhand der Games The Elder Scrolls: Skyrim, Dark Souls III, The Banner Saga, Witcher 3, Hearthstone und Jotun untersuchte er, wie skandinavische Landschaft, Menschen, Schiffe, Gebäude und Fabelwesen präsentiert werden. Als Ergebnis verfasst er die Studienarbeit Die nordische Mythologie und das alte Skandinavien in modernen Videospielen – eine Analyse.

Im Podcast diskutiert er mit Daniel über die Erkenntnisse seiner Bachelorarbeit.

Ann-Marie und Rudolf sind bei Daniel zu Gast. Thema ist der neue wissenschaftliche Sammelband „Retro-Games und Retro-Gaming“ aus dem VWH-Verlag. Ann-Marie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an die Uni Marburg und zugleich Herausgeberin dieses Buches.

Gemeinsam mit Rudolf und Daniel spricht sie ihre Arbeit, die Idee für den Sammelband und dessen Inhalte. Was sind überhaupt Retro-Games, warum üben sie einen Reiz auf uns aus und gibt’s das Retro-Phänomen in dieser Ausprägung auch in anderen Medienformen und Gesellschaftsbereichen?

Lisa ist nicht nur unser Spezialexperte für Episodenspiele, sondern kennt sich auch in Game-Studies bestens aus. Deshalb hat sie für die kulturwissenschaftliche Fachzeitung Die Nadel einen Aufsatz geschrieben. Die Zeitschrift hat sich in ihrer letzten Ausgabe mit dem Thema „Störung“ beschäftigt. Lisa hat dazu den Beitrag „Bug? Feature! Intendierte Störungen in Computerspielen„ beigetragen. Darin beschreibt sie Fehler und Bugs in Videospielen, die gar kein Ärgernis darstellen, sondern die Immersion oder das Spielerlebnis gar noch erhöhen.

Bei Daniel redet Lisa im Podcast darüber, wie ihr die Idee zu dem Artikel kam, wie sie Autorin für Die Nadel wurde und was „Intendierte Störungen“ überhaupt sind.

ZwischenWelten

Unser Superlevel-Sebastian (@s_standke) und der Kultur- und Medienwissenschaftler Christian Huberts (@ChristianHaH) sind bei Daniel zu Gast. Beide zusammen sind Herausgeber des Buchs Zwischen|Welten: Atmosphären im Computerspiel. Der Games-Studies1-Sammelband will sich wissenschaftlich den Fragen annähern, was eigentlich Atmosphäre in digitalen Welten ausmacht und wie sie entsteht.

Im Cast2 erklären Sebastian und Christian, wie die Idee zu Zwischen|Welten entstand, was man eigentlich als Herausgeber von Wissenschaftsliteratur macht und was sie mit ihrem Buch erreichen möchten.



1) vgl. Fritsch et al., 2014, IM1091: Le Brunch – Gamestudies. In: Insert Moin.
2) Vorsicht kann Spuren von Büchern und Literatur enthalten!

imkaffee

Was sind eigentlich diese ominösen Gamestudies? Spielende Studenten? Oder eine ernstzunehmende, kulturelle Auseinandersetzung mit Spielen? Um dieser Frage nachzugehen haben wir uns Lisa Bull und Rudolf Inderst eingeladen.

Wikipedia sagt übrigens:

Game studies or gaming theory is a discipline that deals with the critical study of games. More specifically, it focuses on game design, players, and their role in society and culture. Game studies is an inter-disciplinary field with researchers and academics from a multitude of other areas such as computer science, psychology, sociology, anthropology, philosophy, arts and literature, media studies, communication, theology, and more.

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