Mombasa ist mit 915.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Kenias und die wichtigste Hafenstadt Ostafrikas. Das Brettspiel mit dem gleichen Namen aus dem Pegasus Verlag von Alexander Pfister versetzt die Spieler in die Zeiten der großen Handelskompanien, um auf dem afrikanischen Kontinent Ruhm und Reichtum zu finden. Mit Waren wie Kaffee, Bananen und Baumwolle erwerben sie allmählich Anteile an den Kompanien.

Zusammen mit Oliver ‚Spielevater‚ Sack ergründen wir, ob der Expertenspiel-Messehit aus Essen die erwartete Spieltiefe mit sich bringt und trotz der sehr komplexen Mechaniken ein gutes Spielgefühl mit sich bringt. Auch nicht unerwähnt bleibt die Debatte um das Thema des Spiels und die Frage, ob Spiele Themengebiete wie Sklavenhandel und Kolonialismus einfach so ausblenden dürfen oder sich stärker auch mit den negativen Ereignissen dieser Zeit auseinandersetzen müssten.

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  • Klingt sehr interessant! Auch, dass man zwischen den aktiven Zuegen immer passiv am Zug ist gefaellt mir sehr gut. Gerade bei der langen Spieldauer pro Runde.
    Mit wie vielen Leuten spielt man das am besten, gibt’s da sowas wie einen Sweetspot?

    • Manuspielt

      3-4

    • Oliver Spielevater

      Definitiv zu Viert am Besten !

    • Martin

      Spielt sich auch zu zweit gut, mit 3 oder 4 Spielern aber noch besser.

  • Dirk

    Hmmm, 2. WK, D-Day oder sowas würde thematisch rausfallen, aber die meisten Siegpunkte zu machen, indem man die Negerlein ordentlich ans Arbeiten bringt, ist okidoki, weil das ja so schön romantisch ist und die Mechaniken so geil funktionieren, außerdem ist es ja nur ein Spiel. Gut, ich sollte jetzt vielleicht nicht wirklich etwas zu Eurem Gast sagen. Seine Aussage allerdings, dass der Verlag das Spiel ja immerhin verkaufen möchte und das eben nur mit einem goilen Thema geht (eben Negerlein ausbeuten, auch wenn man sie in dem Spiel ja nicht zu sehen bekommt sondern nur als Produkte – eben die Einstellung, die auch der geneigte Kolonialherr hatte, dem es ja auch nur um Diamanten, Tabak u.Ä. ging, wobei die Ware Mensch, die zu deren Herstellung benötigt wurde, egal, weil unbegrenzt vorhanden war), läßt dann doch bedenklich über die Gruppe der „Vielspieler“ sinnieren.

    Zu denken gibt auch, dass sich für „The Grizzled“ kein deutscher Verlag gefunden habe, weil das Spiel zu langweilig sei. Sind wir mal ehrlich, das Spiel ist weit weniger langweilig als The Game oder Hanabi und noch dazu von einem Grafiker gestaltet, der eigentlich ein Verkaufsargument hätte sein können, wo doch unlängst jeder in Deutschland Charlie Hebdo war. Aber vielleicht mag der Deutsche (Vielspieler) ja keine kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Dann doch lieber „Piffpaff, Piffpaff, Hurra! Oh glückliches Afrika!“

  • Lutz

    Sklaverei und Ausbeutung wurde in Magister Navis ganz gut umgesetzt. Ausbeutung wird nicht bestraft (wie auch in der echten Geschichte), aber wenn Sklaverei abgeschafft wird, dann gibt es nen Malus für alle an der Sklaverei beteiligten.

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