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Die Videospiel-Szene gilt gemeinhin leider nicht als besonders frauenfreundlicher Ort. Immer wieder kochen Fälle hoch – zuletzt der Fall Zoe Quinn -, in denen deutlich wird, dass es bei Teilen des Publikums immer noch tief verwurzelte Vorurteile gegen Frauen in der Gamesbranche gibt. Dementsprechend gering auch noch immer der Anteil weiblicher Beschäftigter bei Spielefirmen.

Um über mögliche Gründe dieser Schieflage zu reden und zu klären, ob die Branche vielleicht doch besser ist als ihr Ruf, hat sich Daniel zwei Damen eingeladen, die es wissen müssen: Claire Fautsch ist Senior Server Developer bei Goodgame und Simone Kesterton arbeitet als Lead Designerin Grafik bei Daedalic.

In der Folge sprechen Claire und Simone darüber, wie sie in der Gamesbranche gelandet sind und welche Erfahrungen sie dort gemacht haben – sei es mit Kollegen, Geschäftspartnern oder auf öffentlichen Veranstaltungen wie beispielsweise Messen.

(Sorry für die mässige Tonqualität in dieser Folge.)

  • Alliser

    Hm. Ganz interessant, daß man hier, wie schon bei einer länger zurückliegenden Folge mit Anne von ehemals GameOne, einen anderen Einblick auf das Sexisumusthema bekommt, als man das superlevel-Plattform-mäßig bzw. auch von Daniel (irgendwie) erwartet, geliefert bekommt. Hm.

    • André

      Interessant? Das reinste Diskussionsgift! -120% Kontroverse. :D

  • Erik

    Als großer Fan von Ports of Call (Amiga) habe ich mir ein paar Preview-LPs zum neuen TransOcean angeguckt. Zum Start der Kampagne bekommt man von einer Investorin 8.2 Millionen Euro, die dann auch in diversen Pop-Up-Dialogen immer wieder auftaucht. Und genau diese Pop-Ups werden z.B. von gadarol(.de) und Herrn Fränkel in ihren LPs in frauenfeindlicher Weise kommentiert. Bei Fränkel ist die Niveaulosigkeit und Holzhammermethode ja leider Programm und man erwartet ja leider schon nix anderes mehr, aber gerade bei den fachlich guten LPs von gadarol fand ich das sehr schade.
    Wenn da in den nächsten Wochen noch mehr LPs kommen, könnte man da bestimmt eine nette Arbeit für die Uni draus machen, vielleicht sogar im internationalen Vergleich. Was fehlt ist eine Version mit männlichem Investor für die Kontrollgruppe …

  • Pingback: Die letzten und nächsten 24h, Montag, 29.09.2014 | die Hörsuppe()

  • André

    Kleiner Nachtrag: Die Frage ist freilich, ob ein schlechtes Arbeitsumfeld für Frauen in der Spieleindustrie, überhaupt Teil der Kritik ist. Angesichts konkreter Kritik an Spielinhalten, Werbung, Messeauftritt und Umgang in der Spielergemeinschaft im Bezug auf das Thema Geschlechterverhältnis liegt der Schluss zwar nicht so fern, aber andererseits kann ich mich für das Arbeitsumfeld, jenseits von „Frauenanteil zu gering“, nicht erinnern konkrete Kritik gehört zu haben. Korrigiert mich, wenn es da bekannte Gegenbeispiele gibt.

  • „Ich drück ’n Knöpfchen und dann explodieren Kinderleichen“ – das klingt nach ’ner Multimillionen-Dollar-Idee!

    Fand’s sehr angenehm, dass einem durch die beiden Gästinnen kein gehobener Zeigefinger ins Gesicht gestreckt wurde. Das Thema driftet immer so schnell in ’ne kontraproduktive Richtung ab. Aktuell gibt’s so was z.B. auch mal wieder in der Comic-Szene aufgrund der übererotisierten Darstellung von Superheldinnen. Die Diskussion war mal interessant, wird aber mittlerweile fast nur noh mit den völlig falschen Argumenten gefüttert – ein Phänomen, das es in der Games-Branche auch zu schnell gibt.

    Dennoch würde mich noch ein Folge-Podcast zu dem Thema (für irgendwann mal) interessieren mit ´ner polarisierenderen Meinung dazu, dass es eben doch auch viele Probleme gibt – wie Daniel am Ende auch schon angedeutet hat. (Da gab´s doch auch mal zu irgendeinem E3- oder GamesCom-Podcast ´ne Diskussionsrunde in dem Kommentaren.)

  • Arnold

    Könnt ihr mir das Game mit den explodierenden Kinderleichen mal verlinken?

  • Robert

    Ich habe ein Bisschen das Gefühl, dass diese Episode eine vegeben Chance ist. Wenn man die Frauenfreundlichkeit – oder umgekehrt die Abwesenheit von Frauenfeindlichkeit – in einem speziellen Arbeitsumfeld zum Thema macht, sollte man meiner Meinung nach jemanden einladen, der sich mit der Rolle der Frau in der Arbeitsgesellschaft und/oder in der Videospiele-Branche zumindest (populär-)wissenschaftlich schon einmal etwas ausführlicher beschäftigt hat. Die Kriterien ‚weiblich‘ und ‚beschäftigt in der Videospiel-Branche‘ reichen, so sehe ich das, nicht aus, um mehr als eine anekdotenhafte Beschreibung der persönlichen Lebensrealitäten der Interview-Partner abzubilden. Eine etwas tiefergehende Einschätzung der Situation der Frau im Videospiel-Sektor hätte ich mir schon gewünscht und dass jemand mit Erfahrung auf diesem Gebiet nützlich gewesen wäre, hat man nicht zuletzt daran bemerkt, dass an einigen Stellen (Stichwort Rock ’n‘ Roll) Sexismus und Sexualisierung synonym gebraucht wurden, obwohl sie unterschiedliche Sachverhalte beschreiben.

    Gut fand ich, dass ihr die Videospiele-Produzenten von den -Konsumenten trennt. Letztlich bleibt meiner Meinung nach Insert Moin aber doch eine der besten Anlaufstellen für gut aufbereiteten, kontroversen Content.

  • Tobey

    Musste bei dem Zaunfahl- ähm, der Anekdote mit der Bild ganz schön grinsen. Mir hat die Entschärfung seitens der Gästinnen auf jeden Fall zugesagt. Jetzt müssten die zu 5/6 aus Männern bestehenden Potcast-Truppen von Superlevel nur noch ein wenig weniger verbissen mit der Thematik umgehen, und dann kann man den Cast auch wieder häufiger in der Öffentlichkeit hören.
    So interessant der Exkurs am Ende auch war- diese s.g. Debatte ist ein Ding der aktuellen Spielerbewegung, nicht der Vorherigen. Und an der Selle sollte nochmal erwähnt werden, dass auf beiden „Seiten“ viel Lärm um wenig bis nichts ge

    • Tobey

      macht wird. Da war das Handy schneller als ich.

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