Felix Falk war lange Jahre der Chef der USK. Anfang des Jahres wechselte er dann an die Spitze des BIU. Der Branchenverband organisiert unter anderem die gamescom, ist Mitausrichter des Deutschen Computerspielpreis und setzt sich auch bei der Politik für die Interessen der Gamesbranche ein.

In Podcast redet Felix mit Daniel über seine Arbeit beim BIU und über die Probleme, die er für die heimische Gamesbranche weiterhin sieht. Außerdem fällt das Gespräch auf den diesjährigen DCP, der mit Ablehnung des Preises von Mimimi in der Kategorie „Bestes Game Design“ auch einen Eklat hatte (mehr über die Hintergründe im von Felix angesprochenen Artikel auf gameswirtschaft.de).

Hinweis:
Aus Aktualitätsgründen veröffentlichen wir diese Brunch-Folge wieder frei für alle Hörer.

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Philipp Döschl von FDG Entertainment und Dieter Schoeller von Headup Games sind bei Daniel zu Gast. Thema des Brunchs ist „Was macht eigentlich ein Indiepublisher?“, denn beiden Firmen betätigen sich als Publisher, aber verlegen dabei vorrangig kleine Games von unabhängigen Entwicklern.

Philipp und Dieter stellen in der Folge ihre jeweiligen Firmen vor und erklären, ob sie überhaupt als Indiepublisher bezeichnet werden wollen und vor welchen Probleme man als kleiner Publisher in der Gamesbranche tagtäglich gegenübersteht.

Marcel ist Software- und Gamesentwickler. Ersteres macht er hauptberuflich, Letzteres macht er (momentan noch) in seiner Freizeit, denn noch ist Procedural ein Hobby-Projekt. Marcel ist außerdem asexuell und transgender. Zwei Eigenschaften, die von vielen Missverständnissen, Vorurteilen und Diskriminierung umgeben sind.

Im Podcast mit Daniel erklärt Marcel, was genau die beiden Begriffe für ihn und sein Leben bedeuten; warum er sich in der oft toxischen Internetöffentlichkeit dazu entschied, damit ganz offen und proaktiv umzugehen. Außerdem spricht Marcel darüber, wie er als langjähriger begeisterter Videospieler die ganzen Debatten um Gender, Rollenbilder und Geschlechter in der Gamesszene wahrnimmt.

Marcels Blog findet ihr unter asexy.de, das angesprochene AVEN-Forum für Asexuelle und Interessierte unter asexuality.org/de.

Der GAME ist Deutschlands ältester und mitgliederstärkster Verband der Gamesbranche. Sein Geschäftsführer und heutiger Gast bei Daniel ist Thorsten Unger. Im Podcast erklärt er, was ein Branchenverband eigentlich macht und welche Aufgaben und Interessen er als Chef des Verbandes übernimmt. Außerdem spricht er darüber, warum es hierzulande mit dem BIU gleich zwei Verbände für die Spieleindustrie gibt.

„50 Millionen Dollar fürs Marketing?! Die sollten das Geld mal lieber in die Entwicklung stecken!“, „Mal wieder ein Game, das von der Marketig-Abteilung kaputt gemacht wurde!“ oder „Wenn die Publisher einfach mal wieder gute Spiele entwicklen würden, anstatt die ganze Kohle in Marketing-Blödsinn zu blasen, hätten sie auch keine Probleme!“. Die Liste mit solchen und ähnlichen Kommentaren ließe sich mit Sicherheit beliebig fortsetzen. Viele Spielkäufer haben wenig Verständnis für die Marketing-Abteilungen von Publishern, insbesonders dann nicht, wenn wieder exorbitant hohe Ausgaben für diesen Bilanzposten durch die Presse geistern.

Bei allem Gemoser, so macht es denn Anschein, haben die meisten aber wenig Ahnung, was Marketing-Mitarbeiter eigentlich wirklich machen. Ist die Geschichte des Games-Marketings daher eine Geschichte voller Missverständnisse?

Um einen Einblick in das Thema zu geben, hat sich Daniel zwei fachkundige Gäste eingeladen: Eugen Knippel von Ubisoft Österreich und Jens Abel von Electronic Arts Deutschland. Beide sind ausgewiesene Marketing-Spezialexperten und sprechen im Cast über ihren Beruf und wie sie mit dem schlechten Ruf ihres Berufsbildes umgehen.

imkaffee

Die Videospiel-Szene gilt gemeinhin leider nicht als besonders frauenfreundlicher Ort. Immer wieder kochen Fälle hoch – zuletzt der Fall Zoe Quinn -, in denen deutlich wird, dass es bei Teilen des Publikums immer noch tief verwurzelte Vorurteile gegen Frauen in der Gamesbranche gibt. Dementsprechend gering auch noch immer der Anteil weiblicher Beschäftigter bei Spielefirmen.

Um über mögliche Gründe dieser Schieflage zu reden und zu klären, ob die Branche vielleicht doch besser ist als ihr Ruf, hat sich Daniel zwei Damen eingeladen, die es wissen müssen: Claire Fautsch ist Senior Server Developer bei Goodgame und Simone Kesterton arbeitet als Lead Designerin Grafik bei Daedalic.

In der Folge sprechen Claire und Simone darüber, wie sie in der Gamesbranche gelandet sind und welche Erfahrungen sie dort gemacht haben – sei es mit Kollegen, Geschäftspartnern oder auf öffentlichen Veranstaltungen wie beispielsweise Messen.

(Sorry für die mässige Tonqualität in dieser Folge.)