Unsere Folge der Woche: Spider-Man!
Der freundliche Helfer aus der Nachbarschaft, Spider-Man aka Peter Parker, schwingt sich im neuen, gleichnamigen Spiel „Spider-Man“ durch das virtuelle Manhattan und verkloppt Bösewichter & Superschurken. Das exklusive PS4-Spiel von Insomniac Games (Ratchet & Clank, Sunset Overdrive) ist ein Open-World-Spiel und erzählt eine komplett eigene Spidey-Geschichte, die sich zwar an der Comic-Vorlage orientiert und auch einige alte Bekannte bereit hält, aber ist nicht direkt mit den MCU-, bzw. Sony-Filmen verknüpft.
Zusammen mit dem Comic-Wissenschaftler Daniel Wüllner bespricht Manu, wie gut das Spiel das typische Spider-Man-Flair einfangen kann und welche Stärken und Schwächen das Genre mit Funktürmen, Sammelitems und Tausenden von „2dos“ mit sich bringt. 

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Wenn man die Beschreibung „Interaktiver Comic“ über ein Spiel hört, denkt man höchstwahrscheinlich an die Telltale-Spiele. Das iOS-Spiel Framed nimmt diese Prämisse allerdings sogar noch wörtlicher. Es besteht aus Comic-Panels, die der Spieler in die richtige Reihenfolge schieben muss, um in der Film-Noir-Geschichte voranzukommen.

Um über Framed zu reden, ist Jagoda ist heute bei Manu und Daniel zu Gast. Kann das Spielprinzip wirklich über die ganze Spieldauer fesseln oder ist doch schnell die Luft raus?

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Railshooter sind heute ein Nischengenre, obwohl sie gerade in den 90ern durch die Verbreitung in den Arcades sehr beliebt waren. Diesen Spielhallen-Flair bekommt man heute nur noch mit Titeln wie Dead Space: Extraction oder Resident Evil: Darkside Chronicles ins Wohnzimmer. allerdings nur mit entsprechender Hardware. PS3 Move Controller oder Wiimote ersetzen Lightguns, die damals wie heute nur mit Röhrenfernsehern funktionieren.

Umso überraschender, dass nun mit Blue Estate ein neuer Genreableger für die PS4 erscheint, der weder einen Move Controller, noch eine Kamera benötigt. Andreas von der GamerWG und Micha haben sich das Spiel angeschaut – aber werden vom drögen Pacing und üblem Sexismus überrumpelt.

Batman, Daredevil, Green Lantern und jetzt Superman: Ja, es ist absolut angesagt eigentlich schon alte Comichelden in die traumatisierte Gegenwart zu hieven und all unsere durch Medien suggerierten Ängste über Terrorismus, die wackelige Weltwirtschaft und Identitätsverlust durch Überwachung auf die Identitätssuche gebrochener Fantasiefiguren zu projizieren. Allerdings konnte selbst Watchmen nicht verbergen, dass Superhelden ursprünglich für den Hoi polloi geschrieben worden und unter dem Vexierspiel übernatürlicher Machtkämpfe eigentlich sehr simpel gezeichnet sind.

So unterhaltsam das manchmal auch ist und so unverkennbar Comics ein wesentlicher, ja, vielleicht sogar aus sequentieller Kunst entstandener, wichtiger Teil von Kultur sind: Das Aufblasen blasser Figuren unter dem Deckmantel verkrampfter Mythenbildung mit Anlehnung an aktuellem Weltgeschehen kann zuweilen ermüdend wirken. Man wünscht sich dann manchmal bei derlei Themen einfach ein Drama, ein gutes Buch, eine gut recherchierte Dokumentation – und keine Person im seltsamen Kostüm, der über Gott und die Welt philosophiert, nur um im nächsten Augenblick ein paar bösen Buben auf die Schnauze zu hauen.

Der aus dem X-Men-Universum entstammende Deadpool wirkt da geradezu wie ein radikaler Gegenentwurf. In seinem jüngst erschienenem Videospiel hält ein Verbündeter eine pathetische Rede über die Befreiung der Erde – die der verrückte Deadpool ausblendet, indem der direkt zum Spieler spricht und ihn bittet, so schnell wie möglich eine Taste zu drücken, um den unermüdlichen Redner zu unterbrechen. Er hält sich verzweifelt die Ohren zu und ist lediglich an dem eigentlichem Kernreiz von den allermeisten Comics interessiert, der gerne vertuscht wird: Over-the-top-Action, Over-the-top-Gewalt und völlig übertrieben attraktive Menschen. Deadpool spricht direkt die niederen Reize an, zitiert und persifliert seine Comic-Kollegen und hat keine Schwierigkeiten damit im Sekundentakt die vierte Wand zu durchbrechen. Vermutlich besitzt der Comicheld deshalb so viele Fans (und liebt zudem das Internet nahezu mehr als alles andere).

Micha und der Tim vom Geekkeller haben mit Comics eigentlich nichts am Hut, aber das Deadpool-Spiel hat trotzdem ihr Interesse geweckt. Erfahrt im Podcast, ob der Brawler mehr als nur schrägen Humor zu bieten hat.

Launch-Trailer

httpvh://www.youtube.com/watch?v=rJ0CtZZhkxM

Was passiert, wenn Comic-Figuren wie Batman und Superman streiten? Michi von GameTube, Micha und Manu gehen der Sache heute auf den Grund und sprechen heute über den Superhelden- und Superschurken-Prügler von den NetherRealm Studios: INJUSTICE – Gods among us. Ob die DC-Riege von den Mortal Kombat-Machern gut in Szene gesetzt wurde, erfahrt ihr im Podcast.