Je mehr die Fans der alten Tage von Final Fantasy 15 erfahren haben, desto gespaltener und skeptischer wurde die Gemeinde. Der neue Hauptteil modernisiert viele Aspekte des klassischen JRPG-Genres und trifft damit nicht unbedingt den Geschmack der Spieler, die schon seit den ersten Teilen der umfangreichen japanischen Reihe sind. Square Enix hat entsprechend darauf reagiert und deshalb zum Jubiläum ein Spin-Off produziert, dass sich an die Skeptiker richtet: World of Final Fantasy feiert sich nicht nur mit einem gewissen Augenzwinkern, sondern bietet auch vielen bekannten Figuren aus vergangenen Spielen ein neues Zuhause.

Ob das Spin-Off dabei als vollwertiger Rollenspiel-Titel durchgeht und ob Daniel schon bei der zuckersüßen Grafik Karies bekommt, erläutern Marie von Buffed und Micha im Cast. Übrigens hat Micha vorab noch zwei Interviews mit den Produzenten aufgenommen, eines auf der Gamescom, eines auf einem eigenen PR-Event.

Vor etwa zwei Jahrzehnten ist die japanische Tales-Reihe gestartet und hat es mitsamt aller Spin-Offs bis heute auf über 30 Titel geschafft. Damit ist die Serie ungefähr umfangreich wie Final Fantasy und in ihrem Heimatland sogar ähnlich beliebt. Mit Tales of Berseria erscheint nun der 16. Teil der Hauptreihe und macht eine wichtige Sache ganz anders als die Prequels: Statt fröhlicher, aufmunternder Abenteuergeschichte mit rechtschaffenen Helden spielt man diesmal ein wütendes Dämonenmädchen, dass nur eines im Sinn hat: Blutige Rache.

Micha hat Jasmin von NAT-Games eingeladen und gemeinsam erklären sie, weshalb der neueste Teil der Tales-Reihe JRPG-Fans in Verzückung bringen, aber gleichzeitig viele andere Spieler auch abschrecken könnte.

Jasmin hat auf NAT-Games einen Artikel zum Spiel geschrieben. Micha hat drüben auf Gamepro ebenso einen Text verfasst.

Errata: Wie Discord-User IK2K3 im Chat angemerkt hat, gibt es einen Koop-Modus im Spiel! Man kann, wenn mehrere Controller aktiviert sind, mit bis zu vier Spielern gemeinsam die Kämpfe bestreiten. Das ist aber nur lokal möglich und der erste Spieler läuft davon ab auch allein durch die Welt. Wir haben nicht darauf hingewiesen, weil das Feature völlig versteckt war. Kein Hinweis im Tutorial oder auf der Spielepackung. In älteren Tales-Titeln gab es ähnliche Features, auf die aber immerhin aufmerksam gemacht worden ist.

Es gab eine Zeit, da wurde Final Fantasy vor allem mit Romantik und einem guten Schuss Esoterik assoziiert, wie es bei X der Fall war. Das hat sich ein wenig geändert, als X-2 erschien. Viele verfluchen diese poppige Fortsetzung, aber sie kann auch als Wendepunkt zu etwas mehr Mut in der Serie verstanden werden. Dass ausgerechnet zwei Serienteile in einer Box als Remaster neu aufgelegt werden, die unterschiedlicher nicht sein könnten und zwei Sorten von Fans vergraut / gewonnen / geärgert / begeistert haben, ist … doppelt interessant. Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust!

Michi hat sich auf Kollisionsabfrage schon vor etwas längerer Zeit beide Spiele angesehen (hier und hier), aber eigentlich ist es nie zu spät um über sie zu reden. Daher hat Micha ihn eingeladen, um über sexy Girlbands, riesige Flutwellen, ganz viel Okö-Gedöns und dumme, blonde Jungs zu reden.

Och nööööööö, schon wieder ein japanisches Rollenspiel? Ja, schon, aber bevor ihr das Browserfenster wieder schließt: Trails of Cold Steel sieht zwar aus wie ein JRPG von der Stange, aber überrascht mit Qualitäten, die man in der Form schon lange nicht mehr im Genre gesehen hat. Sehr, sehr lange.

Micha und Thomas finden sogar, dass dieser Geheimtipp eines der besten Titel der letzten Jahre in dem Genre ist. Warum die Dramaturgie und das Gameplay beide vom Hocker gerissen hat, erfahrt ihr im Cast.

Undertale von Toby Fox ist ein faszinierendes Spiel. In einem Satz beschrieben (was nicht geht) würde man es vielleicht am ehesten als „eine Hommage an JRPGs mit westlichen Einflüssen, Bullet-Hell- und Dating-Sim-Spielen“ bezeichnen und ihm trotzdem nicht vollumfänglich gerecht werden. Wir probieren es dennoch, zusammen mit unserem Gast Memo Jeftic, die Faszination von Untertale im Podcast einzufangen. Ein wichtiges, berührendes und auf seine Art absolut einzigartiges Spiel.

Dungeon Crawler sind eine feine Sache! Umso schöner, dass dieses kernige Subgenre des RPGs in den letzten Jahren dank diverser Indie-Entwickler wieder neues Leben eingehaucht bekommen hat. Aber nicht nur in dem Bereich wird gern durch Keller gecrawlt: Seit einiger Zeit entwickeln japanische Entwickler vor allem für mobile Plattformen solche Spiele und geben mit Animefiguren und heiterer Musik dem traditionell grau-düsteren, doch eher mit westlichen Gepflogenheiten assoziierten Keller-Erforschern einen eigenen eigenen Anstrich. Ein aktueller Vertreter ist Etrian Mystery Dungeon für den Nintendo 3DS.

Micha hat Tassilo von Bumblebee eingeladen, um mit ihm über das 3Ds-Spiel, als auch über das Genre im Allgemeinen zu sprechen.

Das Original Evoland trägt den Untertitel “A short story of adventure video games evolution” und beschreibt die Idee des Spiels sehr gut. Man erlebt eine Zeitreise durch die Videospiel-Historie: Angefangen bei monochromen 2D-Adventures, über die 8- und 16-Bit-Ära bis zu isometrischen 3D-Spielen. Besprochen haben wir dieses Indie-Spiel in Folge 1215. So ganz als vollwertiges „Spiel“ haben wir das Experiment aber nicht durchgehen lassen, daher sind wir um so gespannter, ob und wie Evoland 2 versucht, das Konzept weiterzuführen. Dazu eingeladen in den Podcast hat sich Manu heute zwei neue Gäste, namentlich Marvin von Gamefeature.de und Benny von Ninjalooter.de.

Roxette- und JRPG-Experte Gregor Kartsios von Gregs RPG Heaven und GameOne/Rocketbeans-Fame ist mal wieder zu Gast (oder Manu bei ihm?) um über die Demo-Version für Final Fantasy XV zu sprechen. Die als „Episode Duscae“ betitelte Demo wurde als „Schmankerl“ für Käufer der HD-Neuauflage von Final Fantasy Type-0 (Podcast folgt) beigelegt um Fans einen ersten Eindruck, bzw. Zwischenstand des neuen „großen“ FF-Spiels zu geben. Was in dieser Demo alles enthalten ist, ob und wie uns die moderne Interpretation inklusive BoyBand- und Roadtrip-Feeling gefallen hat, wie stark es sich von der Final Fantasy XIII-Trilogie unterscheidet und was aus „Final Fantasys Versus XIII“ geworden ist, erfahrt ihr in der heutigen Kooperations-Folge.

NIS America veröffentlicht eigentlich tolle Spiele. Die Disgaea-Reihe ist schlichtweg großartig und laufend verbindet man Nischen-Geheimtipps mit dem Publisher: The Guided Fate Paradox, Natural Doctrine oder das überraschend gute Akiba’s Trip sind einige Beispiele. Der Hang zu abgedrehten Ideen ist spürbar, die Zuneigung zu der ziemlich speziellen Zielgruppe überdeutlich, auch wenn nicht jeder Titel gelingt, wie The Witch and the Hundred Knight letztes Jahr bewiesen hat. Mit Criminal Girls – Invite Only ist nun aber ein Spiel für die PSVita erschienen, welches droht das gute Ansehen zu beschmutzen: Um seine ausschließlich weiblichen Spielfiguren aufzuleveln, muss der Spieler sie in einem deutlich sexuell aufgeladenem Minispiel auspeitschen … WIEBITTEWAS?!?! Da klingeln selbst bei Micha die Alarmglocken, der bei derlei brisanten Themen üblicherweise doch eher entspannt ist.

Um zu klären, wie dramatisch diese Designentscheidung tatsächlich ist und ob der Dungeon Crawler darüber hinaus mit lobenswerten Punkten aufwarten kann, hat sich Micha den guten Thomas Nickel eingeladen.

Das Indie-Spiel Evoland trägt den Untertitel „A short story of adventure video games evolution“ und das beschreibt die Idee des Spiels auch sehr gut: Der Spieler erlebt eine Zeitreise durch die Videospiel-Historie: Angefangen bei monochromen 2D-Adventures, über die 8- und 16-Bit-Ära bis zu isometrischen 3D-Spielen. Für den PC ist Evoland bereits seit 2013 erhältlich, jüngst erschien eine Portierung für iOS und Android.

Ob die charmante Idee von Evoland wirklich über die Spieldauer tragen kann oder ob sich außer einer gewissen Nostalgie eher schnell öde Langeweile einstellt, darüber reden Manu und Daniel in der heutigen Folge.