IM2053: Les News KW45 – Humvee of Duty

11. November 2017

Der Wochenrückblick von Insert Moin vom 6. – 12. November 2017

In unserer Wochenrückschau betrachten und besprechen wir heute folgende Themen, die uns diese Woche beschäftigt haben. Falls euch ein Thema nicht interessiert, wir werden ab jetzt bei Les News mit Kapitelmarken arbeiten, ihr könnt als Themen auch überspringen in eurem Podcatcher, sofern diese Kapitelmarken unterstützen.

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  • Matt

    Also ihr wollt ja nicht nur Lob, sondern auch ehrliche Kritik hören.
    Deswegen muss ich mich nach dem Hören dieses Podcasts (und auch dem vor kurzem mit Sandro Odak) mal äußern.
    Allgemein finde ich, dass ihr es euch beim Thema EA => Visceral => Mikrotransaktionen etwas zu einfach macht.
    Klar wurden die Preise für Games über die letzten Jahre nie erhöht.
    Dafür muss man aber auch bedenken, dass EA Games oft bei einer UVP von 70 EUR liegen (bei anderen Publisher bei 59,99 EUR), die ja auch voll im PS Store bspw. verlangt werden.

    Also erstmal zu Visceral: ich würde euch zustimmen, dass vielleicht das Projekt nicht so gelaufen ist, wie es sollte.
    Aber Moment! Hatten wir das vor kurzem nicht erst? Ich erinnere da an Bioware und Mass Effect Andromeda, was am Ende auch zu einer Studioschließung führte.
    Auch hier hat man scheinbar einige Jahre alles laufen lassen und keiner scheint sich seitens EA wirklich mal eingemischt zu haben.
    Außer vielleicht mal ne Frist zu setzen, was es allein ja nicht sein kann.
    Die Missstände können ja nicht erst hinterher bekannt geworden sein.
    Abgänge von wichtigen Leuten oder Abwerbungen vom Anthem Team, hieß es.
    Dazu zwingt EA seine Studios ja, die Frostbite Engine für alle Genres zu verwenden, was allen Entwicklern wohl große Probleme bereitet.
    Das führte zu großen Problemen bei der Andromeda Entwicklung, bei Visceral’s Star Wars und aktuell auch zu technischen Schwächen bei Need for Speed Payback.
    Also unabhängig davon, wie gut oder schlecht das Visceral SW Spiel war, so ist es aus meiner Sicht zu leicht, einfach mit Verständnis für EA zu reagieren.
    Liegt hier nicht vielleicht eher ein ernsthaftes Problem in der Führungsetage vor, welches sich wiederholt?

    Auch sollte man nicht vergessen, dass EA ja Visceral’s „Dead Space 3“ mit den MTs und dem erzwungenen Koop zu Grabe getragen hat.
    Beides war nicht von Seiten des Entwicklers geplant und wurde nur auf Forderung seitens EA eingebaut.

    Das man nach allem, was man dem Studio Visceral angetan hat, das Studio schließt und dann kurz darauf Respawn Entertainment übernimmt, setzt dem ganzen für mich die Krone auf.

    Zu den Thema MTs:
    Das man dann im aktuellen Need for Speed die Wahl bekommt, entweder ewig in bereits absolvierten Rennen zum Geld verdienen weiter zu grinden (da man sonst keine Chance gegen die Gegner hat) oder sich die Arbeit abzukürzen, indem man sich über MTs mit Echtgeld die gewünschten Dinge kauft, kann ich nicht gut heißen.

    Ähnliches haben wir dann auch bei SW Battlefront 2, wo jetzt auch teilweise von bekannten Internetseiten das Kartensystem erklärt wird und schon als Pay2Win entlarvt wird.
    Hier kann man laaange zocken oder auch hier den Weg abkürzen, wodurch man sich einen Vorteil gegenüber „ehrlichen“ Spielern erkauft.
    Bzw. erkaufen kann, denn hier bekommt man Karten via Zufallsprinzip, was ja auch damit gehen kann.
    Sorry, aber hier testet EA, wie weit wir bereits sind zu gehen und die Dinge hinzunehmen. Wenn man nicht jetzt aufsteht, wann dann?
    Was dürfen die noch mit uns Gamern tun?

    Ihr könnt mir sagen was ihr wollt, aber dieses Geschäftsgebaren kann ich niemals gut heißen und lässt sich – aus meiner Sicht – auch in keinster Weise entschuldigen. Konkurrenten zeigen ja, wie man MTs einbauen kann, ohne den Spielfluss irgendwie zu beeinflussen.
    Da werden dann halt oft kosmetische Änderungen angeboten, was ja soweit ok ist, da sie das Spielgeschehen nicht entscheindend beeinträchtigen.

    Ich sehe da bei EA Probleme in der Führungsetage was die Studios betrifft und bei den MTs einfach nur das Ziel, den 60 EUR (oder gar 70 EUR!) Kunden möglichst noch weiter auszunehmen. Nicht wirklich freiwillig, sondern am Ende auch, um sich Vorteile gegenüber anderen zu erkaufen, was die Spielbalance verändert.
    So etwas sehe ich als echte Gefahr für unser geliebtes Hobby und lässt sich nicht einfach abtun.

    Sorry, wenn ich gedanklich etwas springe, aber ich hatte nicht viel Zeit für den Text.
    Aber ich wollte bzw. konnte das jetzt nicht mehr so stehen lassen.
    Desweiteren denke ich, dass meine Grundgedanken einigermaßen klar erkennbar sein sollten.

    • Manu

      Hey, Danke für deine Ausführungen. Gebe Dir auch in einigen Punkten recht, dass da sicherlich auch Probleme in der Führungsetage eine große Teilschuld tragen (könnten). Von außen natürlich schwer zu beurteilen.

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