Flüchtlinge machen eine schwere Zeit durch. Gerade für Kinder ist der Wegfall von einem zuverlässigen Bildungssystem ein großes Problem. Wie sollen sie Sprachen und Mathematik lernen, wenn sie ständig von einem Ort zum anderen Reisen und ihre Eltern zu sehr damit beschäftigt sind sich in einer fremden Welt zurechtzufinden? Einen Lösungsansatz haben Video Games Without Borders gemeinsam mit dem Cologne Games Lab entworfen: Das mobile Lernspiel Antura and the Letters – عنتورة والحروف. Dort werden den Kindern die Grundlagen der arabischen Sprache beigebracht und die App ist dazu geeignet unterwegs nur für ein paar Minuten zu spielen. Bei Erfolg der App wird das Konzept auch auf andere Sprachen ausgeweitet.

Micha hat die beiden Entwickler Emmanuel Guardiola und Bahjat Moura eingeladen, um über das Projekt und die Hintergründe zu sprechen.

Das Interview ist auf Englisch. Wer Lust hat das Spiel auszuprobieren, findet es kostenlos im AppStore oder im Google Playstore.

Der Citybuilder Urban Empire hat ein sehr spannendes Konzept: Statt direkt Gebäude, Versorungsbereiche und Stadtbezirke anzulegen, geht in Urban Empire alles durch Gremien und Abstimmungen. Als Bürgermeister schlägt man Veränderungen in der Stadt vor, aber muss diese dann erst durch das politische Parteispektrum der aktuellen Regierung bekommen. Da kann es schon mal vorkommen, dass die rechten Flügel die Recyclinganlage boykottieren und die dringende Steuererhöhung abgelehnt wird.

Ob das Konzept auch spielerisch Spaß macht oder trocken ist wie echte Kommunalpolitik, das erörtern wir heute im Podcast mit dem freien Journalisten Ben Danneberg, der das Spiel für die Gamestar getestet hat.

KEEP YOUR POLITICS OUT OF MY GAME!!1 (but you can’t keep games out of politics)

Hans @hagnow Jagnow ist Büroleiter im Abgeordnetenbüro und Persönlicher Referent von Alexander Morlang (Sprecher für Forschung, Technologie) der Piratenfraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin und heute unser Gast bei Le Brunch.

Im Podcast sprechen wir mit Hans über die Möglichkeiten und Mittel, die auf politischem Wege zur Verfügung stehen. Was kann Landespolitik für die Spielekultur, Spielewirtschaft und auch zum Beispiel eSport leisten und erreichen? Wo sind bürokratische Grenzen und wie relevant ist das Thema auf Senatsebene. Sind Spiele und Kultur auch politisch relevant?

Disclaimer: Hans arbeitet halbtags für die Piratenfraktion, aber weder er noch der Moderator sind Mitglied in der Piraten- oder einer anderen Partei.

Das Virtuelle Schlachtfeld

Michael Schulze von Glaßer (@MichaelSvG) ist bei Daniel zu Gast. Der Journalist und Politikwissenschaftler betreibt den Youtube-Kanal Games’n’Politics, auf dem er sich mit der Darstellung von politischen Aspekten in Videospielen auseinandersetzt. Unter anderem auch mit der Verstrickung von Spieleherstellern und der Rüstungsindustrie – ein Aspekt, der auch schon in Insert Moin – Folge 855: America’s Army und Militainment thematisiert wurde.

Seine Forschung zu diesem Thema hat Michael jüngst im Fachbuch Das virtuelle Schlachtfeld: Videospiele, Militär und Rüstungsindustrie gesammelt. Im Podcast stellt er sein Werk vor, spricht über die Hintergründe seiner Arbeit und äußert sich zu Daniels Kritik am Buch.

Christian Schiffer ist Hörfunkjournalist und Herausgeber des Bookzines WASD. Just erschienen ist die zweite Ausgabe des nun hoffentlich halbjährlich erscheinenden Spiele-Magazins.

Das Interview zur Entstehung der ersten Ausgabe findet ihr übrigens im Archiv wahlweise in Textform transkribiert oder als Podcast. Edit: Und die LEGENDÄRE Folge über Fußballtheorie findet ihr dort auch.