Micha und Daniel sprechen über den Singleplayer von Battlefield 1. Die bekannte Shooter-Serie wagt sich diesmal auf neues Terrain und wählte den Ersten Weltkrieg als Setting. Außerdem versprachen die Macher im Vorfeld eine “epische Geschichte” für Einzelspieler. In den letzten Battlefield-Teilen fielen die Spiele allerdings nicht unbedingt durch gute Geschichten auf. Daher waren Micha und Daniel umso gespannter, ob es angesichts des heiklen Szenenarios gelingen wurde, eine gute Kampagne zu erzählen.

Um es kurz machen: Es ist nicht gelungen. Warum? Das erkären Micha und Daniel im Podcast in “epischer” Breite.

PS: Eine gesonderte Folge über den Multiplayer von Battlefield 1 ist geplant.

  • Jan Prietzsch

    schön das ihr das derart beleuchtet

  • midoro

    Von einem Spiel kann man derzeit leider (noch?) nicht erwarten, geschichtliche Hintergründe und Fakten zu vertiefen/zu vermitteln/aufzuklären und in eine glaubwürdige Handlung einzubetten. Von einem Shooter wie ‘Battlefield’ wohl schon gar nicht.

    Beruhigend ist aber immerhin, dass ein kleinerer Titel wie ‘Valiant Hearts’ da einen ganz anderen Schwerpunkt gesetzt hat; oder wegen des geringeren Budgets und der damit verbundenen geringeren Umsatzerwartungen setzen kann.

    Ein interessantes Buch zu diesem Thema ist ‘Die Schlafwandler: Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog’ von Christopher Clark (2013). Das, die Ausstellung “Der 1. Weltkrieg” in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien sowie die Ö1 Beiträge in ‘Betrifft Geschichte’ haben vor zwei Jahren mein Bild vom 1. Weltkrieg drastisch verändert; obwohl dieser im Geschichtsunterricht in Österreich ausgiebig behandelt wird.

    • Resonance Of Fate

      Tatsächlich denke ich, dass Spiele durchaus in der Lage wären, sinnstiftend mit geschichtlichen Fakten zu arbeiten und gerade dies einmal getan werden müsste. Hier liegen Spiele klar vor anderen Medien, denn innerhalb der Erzählung eines Spiels – die naturgegeben eine interaktive ist – können Affekte ganz anders bedient werden. Der Spieler ist dabei erzwungener Maßen der Aktivpunkt, die Rezeption läge somit emotional näher und schafft hierdurch eine Reflexionszwang.
      Man bedenke bloß einmal das relativ plakative Beispiel eines Jochen Gebauers, den Spieler -innerhalb einer Erzählung zu Zeiten des zweiten Weltkriegs – eine Rolle in einem Konzentrationslager einnehmen zu lassen. Schwierig daran wäre die nötige Begleitung bei der Reflexion über das Gespielte.
      Doch natürlich hast du in gewisser Weise recht: Solcherlei Titel wäre für einen extrem kleinen Markt konzipiert und würden somit niemals die Kosten einer Großproduktion einspielen. Für einen großen Publisher ist es somit ein Risiko.
      Und ein klassischer Shooter, vom Schlage eines Battlefield, wäre dafür ohnehin die falsche Adresse, da hier ein völlig anderes mechanisches Paradigma bedient werden soll.
      Kleine Anmerkung in dieser Richtung: Auch diverse Filme und Bücher sind in dieser Beziehung kaum erzählerisch Feinfühliger, allerdings muss man hier die spielerische Komponente bedenken. Ansonsten müsste zum Beispiel auch über die Rezeption eines “Saving Private Ryan” aus der heutigen Perspektive noch einmal gesprochen werden.

      Übrigens eine interessante Anmerkung mit dem Buch von Clark, welches durchaus zu empfehlen ist – wenn auch mit einem kritischen Blick.

  • Michael Ferstl

    Kinders, das ist ein Shooter – da muss geballert werden. Natürlich verstehe ich, daß es hier Diskrepanzen zwischen Story und Gameplay gibt, hier geht’s nunmal hauptsächlich ums BALLERN.
    Ich persönlich entkopple die Geschichten von dem Gameplay dazwischen und kann somit beides genießen.

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