Spiele mit sexy Protagonisten gibt es eine ganze Menge, aber Spiele, die sich tatsächlich um Sex und Liebe drehen, sind unheimlich selten. Die Designerin Nina Freeman behandelt das Thema in ihren Werken allerdings schon seit geraumer Zeit und auch bei ihrem ersten kommerziellen Projekt Cibele bleibt sie sich treu: Dort wird die Geschichte zweier Jugendliche erzählt, die sich online in einem Rollenspiel kennenlernen. Und verlieben. Das Spiel basiert auf persönlichen Erfahrungen von Freeman und dürfte eines der mutigsten Spiele sein, die 2015 erschienen sind.

Gemeinsam mit Nina Kiel, die eine prickelnde Sex-Kolumne bei unseren Freunden von Superlevel schreibt, und zudem noch Autorin des Buches „Gender in Games“ ist, bespricht Micha diesen spannenden, besonderen Titel im Cast.

Über das Buch haben übrigens Daniel und Nina in diesem Cast gesprochen.

  • Frederik Tappe

    Der erwähnte Vortrag in Göttingen findet übrigens am 8.2 um 18Uhr im ZHG 002 statt ich freu mich schon! https://www.uni-goettingen.de/en/524371.html

  • André

    Die Großbuchstaben sprechen eine eindeutige Sprache: Micha ist dieses Jahr ganz groß wieder da. :D

  • Kuya

    Rundum gelungener Podcast! gute arbeit, leute :D

  • dermetabolist.de

    Das war ein sehr schöner Podcast. Ich werde mir dieses Spiel nun kaufen. Hentai PHD ftw!

  • Sceardif

    Schöner Podcast hat mir gefallen.
    Meines Erachtens wird die Frage der Rollenbilder innerhalb von Spielen so selten und schlecht behandelt, wie sie im normalen Leben überzogen oft behandelt wird.

    Da war dieser Podcast mit Nina Kiel wirklich wie Honig in die Ihren tropfen zu lassen. Danke;)

    Eines möchte ich aber inhaltlich noch anmerken. Empfindet es neben mit sonst keiner als kritisch, dass eine junge Frau (oder besser ein junges Pärchen) so viel von sich in einem Spiel darbietet? An solcherlei „Selbstdarstellung“ (das soll nicht wertend gemeint sein) innerhalb der sozialen Medien haben wir uns offenbar schon gut gewöhnt. Aber hat das innerhalb eines Spieles nicht eine neue Qualität?

    Grüße Sceardif

    • Aber (teils sehr intime) Selbstdarstellung war ja schon immer ein großer Teil der Kunst und Unterhaltungsmedienkultur. Man findet es hier nur vielleicht etwas komisch-exotisch, weil sich´s dieser modernen Darstellungsform bedient und die vielen Modalitäten (vor allem visuelle Darstellung) sehr tief blicken lassen. Ist aber einfach nur eine logische Konsequenz unserer aktuellen medialen Situation – so wie vielleicht ein sehr persönlicher, Tagebuch-artiger Gedichtband im 17. Jahrhundert die damalige mediale Situation repräsentierte und aufgrund seiner emotionalen Transparenz kritisch betrachtet wurde.

      • Sceardif

        Nach längerem überlegen muss ich sagen, dass ich das jetzt auch so sehen kann.

        Grüße Sceardif

  • Alles schön und gut, aber wie ist denn die Framerate?

    Aber im Ernst: Leider befürchte ich, dass sich derart komplexe und kreative Ansätze nicht flächendeckend etablieren werden. Ähnliche (nur nicht ganz so intim umgesetzte) Konzepte gibt´s ja schon seit mindestens anderthalb Jahrzehnten, sie bleiben aber Randerscheinungen.
    Man kann nur hoffen, dass durch solche Experimente große Produktionen langsam mal den Mut fassen, sich geerdeter und auf einer realistischeren Ebene dem Thema anzunähern. Vielleicht sogar mal ohne Quick Time Event.

  • MHolm

    Zum Thema Spiele, die auf einem Desktop statt finden: Das kleine deutsche Team Osmotic entwickelt gerade Orwell – konnte mal das erste „Level“ anzocken, sollte man im Auge behalten :) http://www.osmotic-studios.de/

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