Insert Moin macht Urlaub, daher gibt es diese Woche »Classics«. Wir wagen einen kleinen, selbstreflektierenden Rückblick und haben ein paar alte Folgen rausgesucht, die wir euch erneut mit einem kurzen, einleitenden Kommentar vorspielen möchten.

Heute gibt es eine Rückschau auf die Geburtsstunde unseres »Le Brunch«-Formats, bei dem wir jedem Sonntag über ein Metathema sprechen. Die erste Folge entstand 2012 – noch unter dem Namen »Sonntags-BAM«, die Abkürzung für unseren alten Namen »Breakfast at manuspielt’s«.

Zu Gast war der damalige Leiter des Ressorts Spiele beim TITEL Kulturmagazin Rudolf Inderst, der heute als SM-Beauftragter beim Publisher Koch Media arbeitet und daher leider nicht mehr regulärer Gast sein kann. Das Thema der Premieren-Folge: Merchandise von und zu Spielen.

Philipp Döschl von FDG Entertainment und Dieter Schoeller von Headup Games sind bei Daniel zu Gast. Thema des Brunchs ist „Was macht eigentlich ein Indiepublisher?“, denn beiden Firmen betätigen sich als Publisher, aber verlegen dabei vorrangig kleine Games von unabhängigen Entwicklern.

Philipp und Dieter stellen in der Folge ihre jeweiligen Firmen vor und erklären, ob sie überhaupt als Indiepublisher bezeichnet werden wollen und vor welchen Probleme man als kleiner Publisher in der Gamesbranche tagtäglich gegenübersteht.

Jetzt vorbestellen und exklusive Bonus-Inhalte sichern! Kaum ein Spiel wird heutzutage noch ohne diesen oder vergleichbare Sätze angekündigt. Das geht stellenweise so weit, dass es sich geradezu komisch anfühlt, erst nach Release in den Laden zu gehen und ein Spiel dann zu kaufen. Zumindest fühlt man sich als Kunde zweiter Klasse, denn die schicken Boni bekommt man dann zumeist nicht mehr.

Doch warum sind die Vorbestellungen so wichtig für die Publisher, dass ein derart großer Aufwand für Preorder-Boni und durchgeplante Vorbesteller-Kampagnen betrieben wird? Florian Emmerich von EuroVideo Medien spricht mit Daniel über diese Fragen. Sein Arbeitgeber ist unter anderem auch für Vetrieb und Publishing von Games tätig. Im Podcast erklärt Florian, warum die Industrie so gern Preorders nutzt.

Im vergangenen Oktober veröffentlichte der polnische Publisher City Interactive Lords of the Fallen vom Frankfurter Entwicklers Deck13. Das Action-Rollenspiel kann bei der Presse ordentliche Wertungen einfahren und durchbricht auch die Marke von einer Millionen verkauften Exemplaren. Der Titel war also kein Sensationsüberflieger, aber ein durchaus solides Produkt. Nach den Gesetzen der Branche dürfte also bald ein Nachfolger ins Haus stehen. Denkste! Ein knappes halbes Jahr später kündigte CI Games in seinem Bilanzbericht an, dass man die Zusammarbeit mit Deck 13 beendet habe. Die Begründung ist „mangelhafte Performance“ des Spiels und somit auch des dahinternstehenden Entwicklers. Ein geplantes Lords of the Fallen 2 lassen die Polen nun woanders entwickeln.

Daniel hat sich Jan Klose, den Creative Director von Deck 13, eingeladen, um mit ihm über die Geschichte zu sprechen. War das Spiel eine Auftragsarbeit oder kam die Idee dazu von Deck 13? Welchen Einfluss haben Publisher während einer Entwicklung und welche Bedingungen stellen sie? Wie denkt man im Studio über ein mögliches Lords of the Fallen 2 und was bedeutet die Aufkündigung des Vertrages jetzt für die Zukunft des deutschen Studios? Darüber spricht Jan im Podacst.

Le Brunch, die Dritte. Die gamescom steht vor der Tür, die E3 kaum vorbei und diese TGS gibt es ja auch noch… Daher stellen wir uns die Frage: Sind Spiele-Messen überhaupt noch zeitgemäß? Manche Publisher wie z.B. Nintendo verweigerten in den letzten Jahre ja sogar Auftritte auf den Messen und fahren stattdessen in Roadshows durch die Lande. Lohnen sich Spielemessen für Aussteller? Stehen die Ausgaben in Relation zum Ergebnis, dass in ein paar Medien über eine unfertige Version ihres Spieles berichtet wird? Wie schafft man es, neben tausenden von anderen Spielen aufzufallen, die zur gleichen Zeit genau um die gleiche Aufmerksamkeit buhlen? Warum stehen Menschen mitten im Sommer 5-6 Stunden in olfaktorisch hoch interessanten Umgebungen an, um 15 Minuten Battlefield zu spielen und wer will diese hässlichen Werbe-T-Shirts überhaupt noch haben?

Fragen über Fragen. Diese versuchen wir zusammen mit Fabian ‚Maurice‘ Döhla (aufstrebendes PR-Wunderkind) und André Hecker (Fabu-Cosplayer) von DeLaSocial bei einem Gin Tonic frischen Kaffee zu ergründen.

Mehr Brunch?

Alle „Le Brunch“-Folgen ganz einfach über die Tags anzeigen lassen: Le Brunch

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