Auf der GDC, über die wir letzte Woche ausführlich sprachen, wurden neben dem Steam-Controller auch konkrete Pläne für die lange angekündigten Steam Machines veröffentlicht und eine Unterseite im Store eröffnet. Als ich diese Seite jedoch besuchte, war ich erstmal verwirrt. Etliche unterschiedliche Konfigurationen von unzähligen Dritt-Anbietern mit einer Preisspanne von 500 bis 5000 USD waren nicht das, was ich erwartet hatte. Hielt ich Steams Vorhaben bisher für einen Angriff auf den Konsolenmarkt, um PS4, Wii U und Xbox One den Platz unter dem Fernseher streitig zu machen, warf diese Store-Eröffnung ein komplett anderes Licht auf dieses Vorhaben. Zsolt Wilhelm, Spiele-Redateur bei der österreichischen Tageszeitung Der Standard sieht eher eine PC-Revolution als einen Angrif auf den Konsolenmarkt. Daher habe ich ihn eingeladen, um über den wahren Grund hinter den Steam Machines zu sprechen in der heutigen Folge von Le Brunch.

Wie seht ihr die Steam Machines? Und meint Ihr, Valves Pläne gehen auf?

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  • daniel

    Hallo
    ich halte die Steam Machines für ein interessantes Konzept mit Schwächen. Daher werde ich mit dem Kauf warteten, bis sich die Plattform weiterentwickelt. Sprich ich wage den Schulterschluss mit dem Gast-Fazit

    • Welche Schwächen meinst du?

      • Michael Nukem

        Eine ist ja ziemlich offensichtlich und wurde auch von euch genannt:

        Windows => irgendein Mist (Klassiker: der Apple-Updater) ploppt mitten in’s Spiel und man braucht Maus+Tastatur
        SteamOS (Linux) => nur ein Bruchteil der Spiele, besonders bei Triple-A-Titeln

        Egal was man da fürs Wohnzimmer wählt – es ist nicht ideal. In der Hinsicht sind Playstation und Xbox stressfreier, da zu 100% mit Controller bedienbar. Vielleicht kann der Steam-Controller das Problem abmildern, nervig wird es aber auch damit bleiben.

        Ich hab mir einen Mediacenter-PC gebastelt, der nur mit Fernbedienung gesteuert wird, aber unter Windows läuft, damit ich auch Dinge wie Netflix (via Metro-App) stressfrei nutzen kann. Und dieses „irgendwas ploppt ins Bild und killt die Steuerung ohne Maus und Tastatur“ ist leider wirklich ein Problem, was man nicht zu 100% eliminiert bekommt.

      • Manuspielt

        ich denke das wird auch noch 2-3 Generationen der Steam-Machines so bleiben. Der Controller wird es aber zumindest einigermaßen erträglich machen. Hoffe ich :)

      • daniel

        Hallo Manu
        Primär die fehlende Linux-Kompatiblität vieler Games, die SteamOs nicht wirklich attraktiv macht. Somit muss man doch wieder auf Windows zurückgreifen und dort zahlreiche speicherfressende, gamingfremde System-Prozesse von Windows erdulden.

        beste grüße
        Daniel

      • Frostbrynger

        Als langjähriger Linux-Nutzer möchte ich hinzufügen, dass in sehr vielen Fällen die Linux-Variante eines Spiels zweite Wahl ist. Besonders wenn die Entwickler Unity als Engine verwenden.

        Es gibt zwar auch Gegenbeispiele wie zum Beispiel Factorio. Dort komme ich bei Linux mit Hintergrundprozessen auf etwa doppelt so viele Frames wie bei einen abgespeckten Windows. Aber in der Regel kann man mit 20% weniger Leistung und mit teilweisen „undefinierten“ Verhalten rechnen.

        Wobei der Drang den PC neu unter Windows zu starten in letzter Zeit stark abgenommen hat. Der Grund ist, dass Wine jetzt ein paar Dinge mit akzeptabler Geschwindigkeit kann, für die ich früher Windows brauchte. Außerdem natürlich, dass 20 von meinen 28 Steam-Spielen unter Linux laufen. (Ich bin übrigens kein Freund von Steam.) Und tausend Kleinigkeiten, die einen eigentlich nur als Linux-User auffallen. Nach ein paar Jahren wo die Entwicklung eher zäh vorwärts ging, scheint es jetzt einen spürbaren Schub zu geben. Der hoffentlich eine Weile anhält.

  • Benny

    Letztendlich scheint man auf einem Markt, dessen Wachstum begrenzt ist, wieder eine künstliche Nachfrage erzeugen zu müssen. Steam Machines scheinen nicht besser oder hochwertiger, schneller etc. zu sein, als Selbstbau-PCs oder die alten Spiele-PCs in mausgrauer Kastenoptik. Aber sie werden hochwertiger präsentiert, wodurch sie ihren gehörigen Preisaufschlag rechtfertigen wollen.

    Allerdings finde ich die derzeitigen Verkaufsseiten von Steam sehr merkwürdig. Das ist ja noch undurchsichtiger als ein informationsloses Media-Markt-Prospekt.

    Dann packe ich mir doch lieber einen Steam Link oder etwas vergleichbares an den Stuben-Flachbildschirm und übertrage die Spiele aus dem Arbeitszimmer.

    • Manuspielt

      ne, sehe ich anders. Es ist keine künstliche Nachfrage. Die ist schon real. Die Nachfrage nach „Ich will einen SpielePC, aber will mich nicht mit Hardware-Konfiguration beschäftigen“.

  • Michael Nukem

    Ganz kurz mal eben zur Erklärung: es gibt bei Steam immer drei Aspekte, die durcheinander geworfen werden, aber zum besseren Verständnis separat betrachtet werden sollten:

    Steam = Shop um Spiele zu verkaufen und verwalten
    Steam DRM = das DRM, was verhindert, dass man Spiele einfach kopieren kann
    Steamworks = Integration in Spiele (Achievments, Cloudsave, Spielekarten etc.)

    Was auf Steam verkauft wird, muss nicht zwangsweise mit dem DRM ausgeliefert werden. Es gibt sogar einige sehr namhafte Beispiele, die DRM-frei sind:

    ARMA, Hotline Miami, Serious Sam 2, Broken Age, Brütal Legend, Divinity: Original Sin, Wasteland 2, Assassin’s Creed 1, FarCry 2, FEZ, Batman Arkham Asylum

    Diese Spiele kann man nach dem Download einfach auf einen anderen, auch steamfreien, PC kopieren und dort spielen. Also wie bei GOG, die Spiele überleben auch eine Pleite von Valve inkl. Kompletteinstellung von Steam.
    Allerdings enthalten mittlerweile viele Spiele (auch DRM-freie) Steamworks. Die sind dann natürlich wieder an Steam gekoppelt, wenn auch nicht unbedingt durch DRM. Manche bieten dann Kommandozeilenparameter à la -nosteam an (Batman Arkam Asylum) und das Spiel läuft ganz normal, nur halt ohne Steamworks-Features. Andere laufen, aber man kann z.B. nicht mehr speichern. Jenseits vom DRM ist Steamworks also auch wieder ein Feature, was die Spiele je nach Umsetzung ohne Steam nicht vernünftig spielbar macht, auch wenn es kein DRM ist. Man kann es also auch auf andere Steamaccounts kopieren, aber sollte Steam mal verschwinden, hat man Probleme.

    Natürlich muss man aber auch sagen, dass der mit Abstand größte Teil der Spiele auf Steam DRM-verdongled ist. Entsprechend werden sie gern synonym verwendet, auch wenn es technisch nicht 100%ig stimmt. Eher 99%ig. :-)

    • Manuspielt

      Danke, hast natürlich vollkommen recht!

  • laux301

    Dann gebe ich auch mal meinen Senf zu dem Thema ab. Ich war sehr viele Jahre PC Spieler und habe in der Kindheit/Jugend mein Taschengeld auch stets für die neusten Technik-Wunder ausgeben. Und bin aus den gleichen Gründen wie Manu, ab PS3 endgültig, zum Konsole gewechselt.
    Mit der ersten Ankündigung einer Steam-Box / Machine bin ich aber wieder hellhörig geworden und verfolge seitdem alles was sich bei dem Thema so entwickelt.
    Die angekündigten Steam Boxen sind doch aber vom Preis her ein Witz. Wenn die Hersteller garantieren können das die Systeme so sauber laufen wie eine Konsole ist der Aufpreis (wenn man sich am Markt auskennt ist dieser deutlich zu erkennen) zusammen mit dem Design eventuell gerechtfertigt – das werden sie aber nicht und erst recht nicht wenn man kein SteamOs benutzt und die Box hauptsächlich als inHome-Streaming-Lösung benutzen möchte. Denn wer sich mit PC’s auskennt der weiß das es früher oder später zu Fehlern oder Ungereimtheiten im System kommen wird. Erst Recht im Zusammenhang mit Windows und das MS Betriebssystem ist eindeutig die Performanteste Spieleplattform auf dem PC Markt und daran wird sich so schnell nix änderen, erst Recht nicht mit dem erscheinen von DirectX12.
    Für mich bleibt das Thema interessant, aber ich werde mir wohl eher selbst eine „Steam-Machine“ zusammenstellen- bekomme das was ich möchte zum fairen Preis (vermutlich) und da Steam die nächsten Jahre Windows unterstüzen muss werde ich damit sicher nix falsch machen.
    Der Gedanke was sich aus der SM in Zukunft alles so entwickeln kann bleibt weiter interessant aber umso mehr sich das System in Richtung Konsole entwickelt, umso mehr verpufft der Vorteil den aktuelle PCs haben. Es bleibt spannend.

    • Manuspielt

      ja, ist ja auch klar, dass die am Anfang überteuert sind. Aber das wird sich regeln, denke ich. So sauber laufen wie eine Konsole… das kann nie sein, weil zu viele Faktoren variieren.

  • Lens Flare

    Ich werde mit einem Punkt niemals fertig. bedingt jetzt bei dem PC thema aber auch sehr bei dem handy thema: wieso schaffen und wollen es menschen nicht sich mit einem der wichtigsten teile ihres lebens mal 5minuten auseinander setzen wollen/können (handys sind be eigentlich jedem menschen das zentralste in ihrem leben, quasi das halbe soziale leben – und auch die gewählte spieleplatform ist ein bereicht den man 1-3 stunden täglich nutzt)

    • Michael Nukem

      Weil es bequemere Alternativen, sprich Konsolen, gibt. :-)

    • Manuspielt

      wenn es nur 5 min wären… aber allein bei aktuellen Grafikkarten durchzublicken, dann eine CPU und ein passendes Motherboard, SSD ja nein, etc…. damit kann man TAGE verbringen. Das ist wie mit dem Auto fahren. Ich will ein Auto FAHREN, nicht KFZ-Mechaniker werden. So geht es mir inzwischen auch mit dem PC. Ich will mich nicht mit Hardware beschäftigen *müssen*, wenn es auch Experten gibt, die das können und mir das gut zusammenstellen.

      • Justus

        Bei den hardwaremäßig fragmentierten Steam Machines musst du dich beim Kauf immer noch mehr mit Hardware beschäftigen als bei Konsolen. Und hast keine so hardwarenah programmierten Spiele, aufgrund der Hardware-Vielfalt.

  • Michael Ferstl

    Ich brauch keine Gutscheine!!!
    Ich freu mich auf das Streaming zeugs von Steam!

  • Frostbrynger

    Ich habe dieses Thema eigentlich immer aus einen komplett anderen Blickwinkel gesehen: Und zwar als Akt der Verzweiflung.

    Mein Gedankengang ist, dass Microsoft starken Druck auf sein Ökosystem ausübt und das Ziel hat, den Vertrieb der Software unter ihre Kontrolle zu bekommen. Und zwar zum Beispiel mit den Windows APP-Store. Oder was mal für Windows 8 geplant war: Dass man nur mit der „professional“-Version von Windows eigene (dh. nicht zertifizierte) Software installieren kann.

    Bis jetzt konnte sich Microsoft zum Glück nicht durchsetzen. Da hat auch extrem aggressives Marketing nichts geholfen. Aber Steam ist in einer doch sehr schwachen Position und könnte durchaus ziemlich schnell weg vom Fenster sein. Also müssen sie unbedingt weg von diesen Ökosystem.

    Ist halt nur blöd, dass es im Prinzip kein anderes Ökosystem gibt. Deshalb wollen sie sich mit Steam OS ein solches schaffen. Aber das ganze ist in einen Markt, wo die meisten Händler sehr stark an Microsoft gebunden sind, wenn es um PCs geht. Das wollen sie offensichtlich umschiffen, indem sie sich auf das Wohnzimmer konzentrieren. Deshalb kann sich auch kaum jemand etwas unter der Steam-Machine vorstellen kann: Ich habe nämlich den Eindruck, dass Valve selbst kein Konzept hat.

    Vorstöße gegen Microsoft gibt es eigentlich alle paar Jahre. Mal schauen wie sich die Sache dieses mal entwickelt. Wobei es meiner Meinung nach nicht besonders gut für Valve aussieht, aber das ist nur mein persönliches Bauchgefühl.

    • Andreas S.

      Als Akt der Verzweiflung sehe ich das nicht. Gabe Newell hat die Entwicklung schon viel früher vorhergesehen. Vermutlich weil er früher bei Microsoft gearbeitet hat und noch einige Leute dort kennt.

      Die vielen Millionen Steam-Nutzer werden nicht mit einem Schlag ihre Spielesammlung aufgeben. Selbst wenn Microsoft mit Windows 10 Spiele nur noch über den AppStore zulässt, sind Spieler frühestens 2018 gezwungen sich von Steam zu verabschieden. Solange wird Windows 8.1 von Microsoft unterstützt. Zudem ist Microsoft in einer dummen Situation. Wenn sie die Steam-User vertreiben, haben sie bald mehrere Millionen weniger Kunden. Wenn Steam draußen ist, sind Ubisoft und EA mit ihren Vertriebsplattformen auch draußen. Dann wird es spannend, ob sie lieber zu Steam(OS) oder zum MS AppStore wechseln. Wenn es immer weniger Spiele für Windows gibt, lohnt es sich noch für Nvidia und AMD Aufwand in die Windows-Treiber zu stecken? Wenn es keine guten Spiele-Grafikkarten für Windows mehr gibt, werden die Spiele-Hersteller auf die Plattform gehen, die noch welche hat.

      Nachdem Microsoft in der Vergangenheit viele Entwicklungen verpennt hat und sie letztes Jahr mit Xbox One ein Marketing Debakel hingelegt haben, vermute ich eher, dass Valve gewinnt.

      • Manuspielt

        was Andreas sagt.

        Ich denke, Valve hat den Vorteil der vielen Nutzer.

        Und mal ehrlich: Ich denke kein Spieler ist wirklich „Windows-Fan“ und würde schnell auch auf SteamOS wechseln zum Spielen, wenn der WindowsSupport wegfallen würde. MS würde sich ins eigene Bein schneiden derzeit, würden sie Steam, Origin und uPlay den Saft abdrehen.

  • APBeezle

    Vor dem Cast dachte ich noch:
    Einen Wohnzimmer Mini PC für teures Geld, auf dem ich dank fehlendem Windows nicht mal die gängigste Software nutzen kann? Brauche ich nicht! Warum keine Konsole?

    Während des Casts überlegte ich:
    Ein an Konsolen angelehntes Steam System unterteilt in 3 Modelle (Indie, Standard & Power) dazu eine Art Ampelsystem in Steam, das die Spiele zuweist wären Sinnvoll. Das würde langfristig dank der starken Steam Präsenz am Markt zu einer Standardisierung führen. Vor allem eine Art PS Vita/Apple TV/Fire TV Konkurrenz mit Steam als Basis für nicht so Hardwarehungrige Systeme wäre toll gewesen.

    Jetzt denke ich:
    Wird so oder so ähnlich noch kommen, aber erst im nächsten oder übernächsten Schritt, wenn Valve Erfahrungen gesammelt hat (und/oder sich einen Hardwarehersteller einverleibt).
    Auch habe ich Otto-Normal-Verbraucher nicht berücksichtigt, der sich über ein für Spiele optimiertes System sicher freut, vor allem, wenn es mit dem Logo der größten Verkaufsplattform für dieses Medium wirbt. Auch wird so Steam noch bekannter, wenn Valves Hardware erst einmal im Elektrofachhandel“ vertrieben wird. Man glaubt es kaum, aber es gibt viele Spieler die Steam nicht kennen, oder nicht als Händler wahrnehmen und nutzen.

    • MadManniMan

      Das Problem an dem Ampelsystem ist die Zeitabhängigkeit.

      Selbst wenn man sich dazu durchringen könnte, irgendwie Leistungsklassen festzulegen – was sehr schwer wird, weil die Bewertung von CPU- und GPU-Power extrem subjektiv ist -, dann könnten die immer nur zu einem Zeitpunkt gelten. Wie will man begründen, dass es bspw. 8 Monate lang keine Evolution der Machines gibt, obwohl eine neue Generation von Grafikkarten oder CPU heraus gekommen ist? Oder wie, dass man nach 9 Monaten eine neue Generation von Machines ausspricht, hardwaretechnisch aber rein gar nichts passiert ist?

      • Manuspielt

        Verstehe was du meinst, aber das Rating müsste natürlich dynamisch für jedes Spiel errechnet werden, sonst macht das ja keinen Sinn.

        Also du kaufst System B, das weiß dann Steam und zeigt DIR individuell dein Rating an für das jeweilige Spiel, welches du gerade anschaust. Global geht das natürlich nicht, weil sich ja Hardware und Software gleichzeitig weiter entwickeln.

      • APBeezle

        Stimmt wohl… :-/ und nu?

  • Pingback: Die letzten und nächsten 24h, Sonntag, 15.03.2015 | die Hörsuppe()

  • Hendrik Schlothane

    Ich lege persönlich große Hoffnungen in die Steam Mashines, mache ich mir aber Sorgen das sie keine große Marktakteptanz finden und dementsprechend schnell fallengelassen bzw. wenig unterstützt werden.
    Zu der Sache ob sie den Konsolen Konkurenz machen: Ich finde schon, da sie primär als „Wohnzimmer PC“ gedacht sind. Für Leute, die auf ihrem Laptop oder Office PC arbeiten aber aufgrund der schwachen Hardware nicht spielen können, wären die Steam Machines als „Spieleabspielgerät“ eine gute Alternative zu den Konsolen, weil sie gleichzeitig ein größes Spieleangebot als diese und PC-eklusive Funktionen haben und trotzdem durch Big Picture ähnlich komfortabel wie die Konsolen sind.

  • Andreas S.

    Ich habe mal in einem Artikel gelesen. dass Valve weg will von Windows, weil Microsoft langfristig ihren eigenen kontrollierten AppStore inkl. Spiele haben wollen. Dies wurde von Gabe Newell selbst so geäußert, soweit ich mich noch erinnern kann. Vermutlich wusste er deswegen von den AppStore-Plänen Microsofts, weil er früher bei Microsoft gearbeitet hat und noch gute Kontakte dahin hat. Mit der Ankündigung, dass Windows-PC und Xbox immer mehr zusammenwachsen, sieht man, dass er damit nicht unrecht hatte. Wenn Spiele nur noch über den Windows AppStore installiert werden können, sieht Valve alt aus.

    Der Plan B von Valve für Windows lautet eben SteamOS. Damit die Spiele-Entwickler für SteamOS entwickeln müssen zwei Faktoren stimmen

    1. einfache Spiele-Entwicklung
    2. große Verbreitung

    SteamOS selbst basiert auf Linux. Der Code dieses Betriebssystem kann von jeden eingesehen werden und jeder kann – theoretisch – daran mitentwickeln und die Richtung mitbestimmen. Mit Linux als Basis muss Valve kein Betriebssystem von Grund auf neu entwickeln, sondern kann sich auf die wesentliche Punkte einer Spiele-Plattform kümmern, so dass es immer einfacher wird für SteamOS zu entwickeln. Eine kostenlose Source Engine 2 lässt die Hürden hier enorm sinken. Damit hätten wir den ersten Punkt abgehakt.

    Bei Punkt 2 kommen meiner Meinung nach die Steam Machines ins Spiel. Ich vermute, dass Valve als Bedingung stellt, dass SteamOS vorinstalliert ist, aber Windows zumindest parallel dazu installiert werden darf. Bestimmt lassen sie sich noch ein paar Tricks rund um die Steam Machines einfallen, um sie attraktiver zu machen. Eine Möglichkeit wäre Half-Life 3 exklusiv für SteamOS herauszubringen. Für diejenigen die sich keinen neuen PC kaufen wollen, werden sie dann eine komfortable Lösung finden, SteamOS parallel zu Windows zu installieren.

    Ich glaube, dass Valve sehr klug handeln wird und alle schon bekannten und kommenden Entscheidungen einen Sinn ergeben werden. Niemand hätte vor 11 Jahren geglaubt, dass Steam so erfolgreich sein würde, auch ich nicht, schon gar nicht, wenn ein kleines Entwicklerstudio dahintersteckt.

    • Manuspielt

      ja, guter Punkt. Die Steam-Machines pushen bei Erfolg definitiv das SteamOS und verbessern damit Steams Standing gegenüber Windows. Sehe ich auch so.

      Ich glaube wirklich, dass HL3 SteamOS-exkusiv werden wird. Hat bei HL2 und Steam-Client ja auch gut funktioniert.

  • Chin To

    Bin sehr gespannt drauf, werde auch erstmal abwarten und die Entwicklung beobachten… Wenn mich das Konzept nach einer Weile überzeugt, werde ich mich zum nächsten hardwareupdate vllt für eine steammachine entscheiden. Liebe Grüße und weiter so, hab euch vor 2 Monaten entdeckt und seitdem seid Ihr der Start in den Tag für mich :)

    • Manuspielt

      Danke und schön, dass du zu uns gefunden hast! <3

  • Dominik Lennertz

    Ich sehe leider keinen wirklichen Nutzen von ner Steam machine. Es beschränkt durch das Steamos ein grundsätzliches Offenes System. Wenn ich ne Konsole für das Wohnzimmer möchte tendiere ich zur ps4/Xbox One, mein PC nutze ich aber eben nicht ausschließlich zum zocken und möchte ihn daher dann doch gerne im Büro.

    • Manuspielt

      aber du bist doch nicht beschränkt auf SteamOS, du kannst doch trotzdem Windows oder OS/2 drauf installieren, wenn du möchtest?

  • Christian

    Steam Machine hat das Potential was ganz großes zu werden, aber vom Gefühl her denke ich, dass es schlussendlich nicht viel an der gesamten Situation ändern wird.
    LG

  • Markus Ewert

    Ich selbst habe mir Anfang November selbst eine „Steam Machine“ zusammengestellt. Kleines Gehäuse mit nem Mini-ITX-Board, potente Grafikkarte, ne SSD zum Booten, ne HDD für die Spiele und Steam startet nach dem Booten in den Big Picture Modus. Als Betriebssystem nutze ich Windows 7.

    Der Kleine steht aufm Schrank im Wohnzimmer, aber ab und an baue ich ihn schnell ab und am Schreibtisch wieder auf, wenn ich doch mal eine das ein oder andere Aufbauspiel (aktuell Cities Skylines) oder in Assetto Corsa nicht Runde mit meinem Lenkrad drehen will. Deshalb bin ich besonders daran interessiert, Steam Link als Lösung für Aufbauspiele. Cities habe ich z.T. schon auf meinen Laptop gestreamt, was recht gut klappt. So kann ich mir auch das Ab- und Aufbauen ersparen.

    • Manuspielt

      Dafür dürfte die Steam Link perfekt sein, aber das macht für mich eben erst Sinn mit dem Steam Gamepad

  • SiENcE

    Das Thema scheint ja zu brennen :-). Dann melde ich mich auch mal an.

    Da ich mich mit PC eh auskenne und eigentlich jegliche Konsolen besizte, gibt es für mich nur zwei Dinge, die Konsolen und PC unterschieden.

    PC ist eine freie Platform: Abwärtskompatibel, ich kann jedes Spiel und sei es noch so alt spielen. Sogar auf irgendwelchen Emulatoren. Ich kann mir jederzeit einen neue Leistungsfähigeren PC kaufen, und trotzdem die alten Spiele spielen (geht mit der PS4 und XBone irgendwie nicht 8-).

    Konsolen sind eine geschlossene Platform: Man benötigt immer das Originalgerät um die jeweiligen Spiele zu spielen (ja so ein bissl Abwärtskompatibilität gibts Ps2, Ps3, WiiU, 3DS). Ist die Konsole mal defekt und gibt es auch kein Gebrauchtgerät bei eBay…dann wars das halt. Dann muss ich die Konsolenspiele auf PC emulieren oder Sie verstauben im Schrank.

    Zweites Unterscheidungsmerkmal: Die Spiele.

    Es gibt viele Spiele die Konsolenexklusiv sind aber auch viele Spiele die PC exklusiv sind.

    Alles andere gibt sich nicht viel. PC Preise sind meist billiger…jedoch gibts mittlerweile auch viele Sales im PSN/etc. Mit PC lassen sich einige Spiele besser spielen, auf der Konsole sind es andere.

    Der Spielefan muss beides besitzen. Irgendwann wird die Konsole defekt sein und dann bleibt einem nur der Emulator. Zumal die Spiele dort meist um Welten besser aussehen als auf dem Orignal (Dolphin, Desmume X432R, PCSX2, PCSXR, PPSSPP, …).

    • Manuspielt

      sehr pragmatisch, aber ja, der PC ist sozusagen die spielerische Grundversorgung und das Sicherheitsnetz. :)

  • Jens Cornelis

    Interessantes Konzept, mit dem man tatsächlich auch bisherige Konsolenspieler wieder mit in’s Boot bekommen könnte.

    Meta: Wann genau hat denn das Rebranding Manu -> Manu-el stattgefunden? ;P

    • Manuspielt

      Stimmungsabhängig :)

  • Basti

    Moin, bis auf den Controller sehe ich keine Unterschiede zu einem Spielerechner von zB. Alienware. Zumindest in der ersten Steam Machines-Welle. Auf diese kleine Box hätte ich allerdings schon Lust, da ich keine Lust darauf ein langes Kabel quer durch die Wohnung zu legen.
    Andere Controller (360) wird man aber auch noch nutzen können, oder?

  • Den für mich wichtigsten Aspekt habt ihr gar nicht besprochen: Den Controller.

    Ich habe in der Vergangenheit häufiger versucht einen PS3 Controller am Mac zu benutzen, um zu spielen. Mac OS X verbindet sich damit problemlos, aber die meisten Spiele, die ich getestet habe, sind auf XBox-Controller ausgelegt. Die Tastenbelegung vieler Titel lässt sich nicht ändern. Mit Remaping-Software kann man da Abhilfe schaffen, aber auch nicht immer und nur mit Zusatzaufwand. Das ist also eine riesige Baustelle. Wenn der Steam Controller dazu führt, dass Spielehersteller ihren Controller-Support vereinheitlichen, wäre das schon ein riesiger Schritt nach vorne für mich – und das selbst ohne die Nutzung einer Steam Machine.

  • Mett

    Kleiner Exkurs: Eine Theorie ist die Beschreibung der Realität. Wenn also etwas wie in einer Hypothese vermutet tatsächlich zu- oder eintrifft, stärkt es die Theorie sogar anstatt sie zu schwächen. Wenn man dann wiederum etwas vermutet, was aber nicht ein- oder zutrifft, muss die Theorie angepasst werden. Eine Theorie steht also nicht im luftleeren Raum, sie orientiert sich an der Realität.

    Dann gibt es auch noch normative Theorien, die beschreiben, wie Realität sein sollte. Demokratie ist zum Beispiel ein ganz typisches normatives Konzept.

    Ansonsten: Klasse Podcast!

  • Kevin Waberski

    Steam Machines haben in meinen Augen keine Zukunft – obwohl ich leidenschaftlicher PC Gamer bin.

    Zu viel verschiedene Systeme werden zwangsweise zu dem führen, was auf dem PC Markt schon heute Gang und Gebe ist. Keine einheitlichen Systeme und somit wieder eine nicht überschaubare Konfigurationsmatrix….

    Würde Steam die Konfiguration des PCs auslesen und mit den „Hardwareanforderungen“ vergleicht und so errechnet, wie was in welchen Optionen laufen würde, wäre das genial.
    Ansonsten sind die Steam Machines nur hübsche Wohnzimmer-Spiele-PCs… Für mich gibts keinen Grund meinen nächsten Spiele-PC durch eine SteamMachine zu ersetzen..

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