Insert Moin 833 Dragon's Crown Teaser

Andreas von der GamerWG und Micha hatten sich vor ein paar Wochen zu Muramasa Rebirth getroffen und dort bereits festgestellt: Der Ruf des Unternehmens, sowie deren Spiel Dragon’s Crown haben enorm unter der Sexismus-Debatte gelitten, die hauptsächlich durch die überdimensionalen Brüste der Magierin im Spiel ausgelöst wurde. Ja, wenn die Dame einen stürmischen Zauberspruch vom Zaun fegt …
.♪.. flattern ihre Glocken … ♫
.♫.. wie ein Paar nasse Socken .♪..
.♪.. bei Windstärke 12. Haha. ♫♪

Darüber könnte man schmunzeln, vor allem da das Spiel mit der normal gebauten Bogenschützin einen konkreten Gegenentwurf bietet. Taten aber vor allen in den USA sehr viele Kritiker nicht.

Bei der ganzen Diskussion ging aber das eigentliche Spiel völlig unter. Zu Unrecht! Denn hinter Dragon’s Crown steckt ein verdammt guter Brawler mit RPG-Elementen, der gerade im Coop mit 4 Spielern seinen Reiz entfaltet. Warum das Spiel ein echter Geheimtipp ist, erfahrt Ihr im Podcast.

  • André

    Puuh, ich hatte schon befürchtet, ihr macht mit FIFA 15 weiter.

  • Manuel Fritsch

    Der Ruf des Unternehmens, sowie deren Spiel Dragon’s Crown haben enorm unter der Sexismus-Debatte gelitten

    Nein, falsch. Nicht die Sexismus-Debatte ist Schuld. Der Designer und die Entscheider, die sich bewusst zu dieser Art der Darstellung entschieden haben, sind „Schuld“ am nun etwas ruinierten Ruf der Firma. Selber Schuld, in meinen Augen sogar sehr wohl bewusst getroffen diese Entscheidung, um Aufmerksamkeit zu generieren.

    Man muss das nicht gut finden, sagt ihr ja auch. Es ist absolut in Ordnung, dass Spiel deswegen abzustrafen, auch wenn es im Grunde ein gutes Spiel ist. Aber der DEBATTE die Schuld zu geben, finde ich nicht in Ordnung. Die Debatte ist wichtig, um den Leuten ins Bewusstsein zu rufen, DASS so eine Darstellung problematisch sein KANN für manche Betrachter. Dass man deswegen das Spiel auch feiern und Spaß damit haben kann, wird ja oft leider vergessen. Verteufeln macht ja keinen Sinn – die Gefahr ist ja nur, dass einem solche Dinge gar nicht mehr auffallen. (Ok, bei dem Spiel wirklich schwer, etwas so großes zu übersehen)

    • André

      Wo steht denn in dem beanstandeten Zitat etwas von Schuld?

    • Manuel Fritsch

      Ja, Micha schrieb nicht „Schuld“. Aber da steht der Ruf der Firma „litt“ unter der Debatte. Wenn jemand leidet, dann gibt es jmd. der Leid ausübt. Aber nicht die Debatte hat doch den Ruf beschädigt, sondern die Entscheidung des Designers, die Charaktere so darzustellen. Fand es nur nicht in Ordnung, Vanilla Ware zu „bemitleiden“, dass die böse Diskussion den Ruf oder die Absatzzahlen des Spiel ruiniert haben sollen, wenn diese Entscheidung doch bewusst getroffen wurde. Und keiner kann mir erzählen, dass im derzeitigen Klima so eine offensichtliche Provokation der Provokation willen nicht bewusst geschehen ist. Die Firma da als „Opfer“ darzustellen, ist nicht in Ordnung, finde ich.

    • André

      Naja, die Entscheidung führt zur Debatte und die Debatte ruiniert den Ruf. Allerdings verstehe ich deine Perspektive in zweierlei Hinsicht: Erstens, trotz der verbal auf dem Altar der Geschlechterhaft geopferten Spielerherzen meinte ich in der Folge heraus zu hören, dass die Debatte vielleicht doch nicht für soo wichtig gehalten wurde. Zweitens da du es anscheinend für gesetzt und offensichtlich hälst, dass der Entwickler im Unrecht ist, kann nicht die Debatte Schuld sein, sondern nur die unausweichliche Folge des Fehltritts.

      Allerdings kann man an genau dem Punkt geteilter Meinung sein. Ich habe von dieser angeblich das Internet durchziehenden Diskussion nichts mitbekommen. Wenn ich das aber richtig verstehe, geht es hier im Wesentlichen um eine ästhetische Auseinandersetzung. Es ist ja nicht so, dass die weiblichen Figuren in ihrer Befähigung oder Freiheit hinter männliche zurückgesetzt werden. Insofern es verkürzt um eine Geschmacksfrage geht, kann man durchaus in der Publizität der Debatte die eigentliche Quelle des behaupteten Schadens ausmachen.

  • Lief ja alles wunderbar für die Firma. Das Spiel hat sich vor allem in Japan wie bescheuert verkauft und der Mut wurde belohnt.
    Das Artwork ist fantastisch und Punkt. Unabhängig, ob man´s sexistisch oder sonstwie schlimm findet. Das, was es macht, macht es enorm gut und am Ende des Tages wird so etwas zum Glück auch manchmal belohnt.

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  • Ganz tolle Folge. Ich freu mich schon das Spiel selber bald mal in die Finger zu kriegen.

  • KillyTheBit

    Ich finde das Characterdesign sehr gut.
    Anstatt die weiblichen Charactere auf weiblichkeit oder weibliche Reize zu reduzieren spiegeln sie ein breites Bild an Persönlichkeiten wieder die tiefer gehen als eben das es sich hier um Frauen handelt.
    Die Zauberin beispielsweise ist schon ob ihrer Characterklasse als sehr intelligent und weise characterisiert und das Design zeigt das dies kein Gegensatz zu ihren offensichtlichen weiblichen Reizen sein muss.
    Die Barbarenfrau zeigt einen ganz anderen Aspekt und auch eine rein physische Form der weiblichen Wehrhaftigkeit.
    Die Debatte um das Spiel wurde oberflächlich geführt und wurde von der Presse eigentlich nur ausgenutzt weil man heuchlerisch primär die Brüste der Zauberin benutzt hat um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Um eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema ging es nie. Ich finde die Industrie hat sich hier mal wieder ganz gut selbst entlarvt.

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