Stellt euch vor, ihr findet ein Mobiltelefon, dass zu einer Person gehört, die seit einem Tag als vermisst gilt. Ein kurzer Blick auf die Inhalte des Telefons zeigen euch die letzten Tage der Inhaberin und möglicherweise sind dort sogar Hinweise auf ein Verbrechen zu finden. Diese gruselige Situation nimmt Sara is Missing als Ausgangslage, einem kleinen, kostenlos erhältlichen Indie Projekt des Hobbyentwicklers Monsoon Lab.

Gemeinsam mit Michi von Kollisionsabfrage hat Micha sich in den Found-Footage-Horror gestürzt. Ob das Konzept aufgeht, erklären sie im Cast.

  • Da in der Folge nach einem Genre-Namen gefragt wurde: Xalloc hat im Insert-Moin-Discord „Virtual Device Games“ vorgeschlagen und ich finde, das beschreibt perfekt was an solchen Spielen besonders ist.

    Wer mehr solcher Virtual Device Games auf seinem Smartphone spielen möchte: In IM1818 wird „A Normal Lost Phone“ besprochen (http://insertmoin.de/im1818-a-normal-lost-phone/ ). Zudem wird in der heutigen Folge „Replica“ (https://somigames.com/replica/ ) erwähnt, was übrigens eine Inspiration für die Macher von „Sara Is Missing“ war.

    Auf dem PC gibt es übrigens auch Virtual Device Games, an denen man virtuelle Computer bedient. Eine Auswahl:

    – „Her Story“ von Sam Barlow.
    – „Digital: A Love Story“, „Analogue: A Hate Story“ und „Hate Plus“ von Christine Love.
    – „Cibele“ von Nina Freeman.
    – „Emily Is Away“ von Kyle Seeley.
    – „Uplink“ von Introversion Software.
    – Das kommende „Hypnospace Outlaw“ von Jay Tholen (Macher von „Dropsy The Clown“).

  • Ich freue mich persönlich ganz besonders, dass es mal ein Spiel aus Südostasien in den Podcast geschafft hat. Sara Is Missing war (trotz der erwähnten Makel) für mich neben Masquerada: Songs & Shadows im letzten Jahr das beste Spiel aus der Region und für viele auch ein Zeichen dafür, dass die südostasiatische Indie-Szene im Kommen ist. Man darf bei der Qualität der Spiele – und das wurde im Podcast ja auch angedeutet – nicht vergessen, dass die Entwicklungsumstände in Südostasien (Sara Is Missing kommt aus Malaysia) nicht immer optimal sind: kleine Teams, wenig Budget und teilweise staatliche Repressionen. Wobei sich letzteres langsam ändert, gerade Malaysia, Singapur und die Philippinen haben staatliche Förderprogramme für Games-Entwicklung gestartet. Offene Tools, Self-publishing und zunehmend günstigere Dev-Kits helfen da natürlich auch.

    Horror Games sind gerade deshalb ein großes Ding in SOA, weil viel der lokalen Folklore aus Gruselgeschichten besteht. In vielen Ländern besteht auch eine traditionsreiche Horrorfilm-Kultur. Klar sind in SOA auch japanische Filme und Games sehr beliebt, daher oft die spielerischen EInflüsse, die Inhalte sind aber oft lokal geprägt.

    Weitere südostasiatische Horrorgames, die man mMn im Auge behalten/ spielen sollte:
    Stifled (http://store.steampowered.com/app/514830/)
    Araya (im Podcast erwähnt) (http://store.steampowered.com/app/466740/)
    Pulang: Insanity (http://steamcommunity.com/sharedfiles/filedetails/?id=610814824&searchtext=Pulang+Insanity)
    The Letter (http://store.steampowered.com/app/460430/)
    DreadOut (http://store.steampowered.com/app/269790/) (Ich glaube, da hat Micha sogar mitgewirkt?)
    Nightfall: Escape (http://store.steampowered.com/app/360880/)
    Lunar Eclipse (http://www.kaijuden.com)

    Ich würde mich natürlich freuen, öfter über Spiele aus der Region im Podcast zu hören, was mit zunehmender Qualität vielleicht auch bald so sein wird.

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