Heute reden wir über eine kleine, relativ unbekannte App namens Pokémon GO. Wir finden, dass dieses charmante geobasierte Spiel für iOS- und Android-Geräte ein wenig mehr Aufmerksamkeit verdient hat. Schließlich zwingt uns dieses Spiel, die Couch zu verlassen und possierliche Tierchen in der freien Natur zu fangen. Wenn das mal kein guter Grund ist, die Wanderschuhe zu schnüren und die Akkupacks zu laden.

Wir haben zum Podcast die wunderbare Jennifer Scheurle geladen, die derzeit in Australien an ihrem Spiel Objects in Space arbeitet und sozusagen an der Quelle des Hypes wohnt. Wir versuchen zu ergründen, warum die doch sehr rudimentäre und von technischen Mängeln geplagte Grundversion des AR-/GPS-Spiels trotzdem die ganze Welt in Atem hält.

Shownotes

Unsere Folge(n) über Ingress und Ingress

  • Tim Friehe

    Ah ,der hype-cast des Jahres ^^
    Bin ich auch im Hype?
    Sagen wir so: HÄTTE ich ein smartphone würde ich,da alles jetzt auf PokemonGO sind, mir erstmal ingress holen :D

  • Nillevanille

    Ich kenne Leute, die deutlich älter sind, keinen Game Boy besitzen und zusammen mit mir im Büro darüber reden, wann wer ein LockModul einsetzt.

    Kein Spiel hat für mich im Freundes- und Bekanntenkreis so viele Nichtspieler infiziert wie dieses. Hätte ich vor 4 Wochen alle 151 alten Pokemon aufgezählt, wären die Blicke wohl andere gewesen. Heute fragt mich im Büro jeder 2.te was sich in was entwickelt^^

  • Christian

    Ist einfach ein sehr sehr faszinierendes Thema und ich sehe schon Z-Promis in 20 Jahren darüber in einer RTL Sendung „Die wilden 10er“ drüber reden:D
    Aber ich finde die Kämpfe in diesem Spiel sind einfach eine Katastrophe.
    Man drückt gefühlt nur wild auf sein Handy. Die Kämpfe laufen überhaupt nicht flüssig, so dass man irgendwie nicht weiß wann man überhaupt gewonnen hat.
    Wenn man überlegt, dass das neben dem Sammeln das große Kernfeature von Pokemon ist, dann bin ich schon irgendwie enttäuscht von dem Spiel.
    Der Sammelfaktor alleine reicht mir aber momentan noch, um mich bei Laune zu halten.
    Aber mal gucken wie das Spiel es mit der Langzeitmotivation schafft. Wenn ich irgendwann einmal mein 1000. Taubsi fange bin ich vielleicht auch damit nicht mehr zufrieden:D

  • HeilbronnerFalken

    An sich bin ich eher Brettspieler aber mich interessiert sehr was in der Welt der Videospiele so abgeht. An sich finde ich Ingress super! Denn im Gegensatz zu Pokemon Go macht es sind das es in der realen Welt stattfindet aber dann doch nur mit Smartphone sichtbar. Harry Potter hätte auch mehr Sinn gemacht aber Pokemon? Aber eine Sache macht PokemonGo besser als Ingress (war auch der grund warum ich mit Ingress aufgehört habe) man hat ein Ziel. Bei Ingress konnte man nicht wirklich ein größeres Ziel verfolgen. Bzw. musste sich diese immer selbst suchen.

  • Peter Strabow

    Und mein Smartphone unterstützt das Spiel nicht. Nintendo sollte ein Pokemon-Mini-Go rausbringen als Handheld.

  • André

    Ich finde den Vergleich zwischen Virtual und Augmented Reality auch deswegen unsinnig, weil letztere als technische Vision überhaupt noch nicht eingelöst wurde. Die Zielstellung ist, dass man ein freies Sichtfeld mit normalen Kopfbewegungen hat, in dem virtuelle Objekte mindestens wie bei einem HUD eingeblendet werden, aber eigentlich zählt es erst dann, wenn sie räumlich stabil in die sichtbare Umgebung platziert werden. Es ist Resignation einen Augmented Videofeed als AR zu akzeptieren. Dabei ist das, obwohl natürlich vor einigen Jahren eine technische Leistung gewesen, im Prinzip ein Gimmick. Wenn man darüber nachdenkt, ist das Mobiltelefon selbst eine schwache Form von AR, weil es mittels Umgebungserkennung positions-/umfeldbezogen Informationen darstellen kann. Wenn man danach geht, hat AR in diesem Verständnis also schon vor Jahren „gewonnen“. Der Videofeed fügt dem jenseits des Schauwertes nicht viel hinzu. Er kann aber in jedem Fall kein Ersatz für echte AR sein. Ich glaube alles, was uns dazu zwingt unsere Arme über längere Zeit über Brusthöhe hinaus zu halten, ist mehr oder weniger zum Scheitern verdammt. Vermutlich weil das Herz ab da gegen die Gravitation Blut in die Arme pumpt. Augmented Reality muss aber in das Sichtfeld projezieren und damit ist es von VR konzeptuell nur dadurch unterschieden, dass die Projektion teiltransparent ist. (ausgelassener Nebenaspekt: VR-Brillen mit Außenkamera) Schließlich kann ich auch eine VR-Umgebung auf einem kleinen Bildschirm darstellen und mit Lagesensoren das Bild so nachsteuern, als würde ich durch ein bewegliches Fenster in diese künstliche Welt schauen. Nennt dann aber auch keiner Virtual Reality.

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